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Mit seinem Werk "Archipel Gulag" setzte Alexander Solschenizyn den Opfern Stalins ein würdiges Denkmal. Im stern-Interview spricht der britische Historiker Orlando Figes über die Bedeutung des gestorbenen Schriftstellers.
In Russland trauert man um den wichtigsten Aufklärer über die Greueltaten während der Stalin-Ära: Alexander Solschenizyn. Die große Kunst des politischen Mahners und Nobelpreisträgers war nicht die Aufklärung an sich, sondern lag darin, das Elend so zu schildern, dass es einen nicht unberührt ließ.
Russland trauert um Alexander Solschenizyn: "Wir schulden ihm viel", sagte der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow. Er betonte, Solschenizyn werde in die Geschichte eingehen - als einer der ersten, die die Brutalität und Unmenschlichkeit des Stalin-Regimes rigoros angeprangert haben.
Alexander Solschenizyn hat nicht nur Autoren in seiner russischen Heimat inspiriert. Im Gespräch mit stern.de erzählt Erfolgsschriftsteller Tom Rob Smith, dass er erst "Archipel Gulag" lesen musste, bevor er seinen Bestseller "Kind 44" schreiben konnte, einen Roman über einen Serienmörder im stalinistischen Russland.
Der frühere russische Regimekritiker und Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in seinem Haus in Moskau an Herzversagen. Russlands Präsident Dmitri Medwedew sprach Solschenizyns Familie sein Beileid aus.
Regimekrtiker Ai Weiwei ist seit drei Wochen verschwunden und Deutschlands Kulturschaffende diskutieren in Berlin: Ist die teure deutsche Ausstellung in Peking moralisch zu rechtfertigen? Eine Schließung ist keine Lösung - doch für Ausstellungsmacher Martin Roth gabs heftige Rüffel.
Seit es den Literaturnobelpreis gibt, ist er umstritten. Selten, dass sich die internationale Kulturkritik auf einen Kandidaten einigen kann. Meist wird mächtig rumgenörgelt, bis hin zu: "Abschaffen". Bloß nicht, sagt stern-Reporterin Gerda-Marie Schönfeld.
Der Nobelpreis für Literatur wird seit 1901 fast jährlich vergeben. Lediglich während der beiden Weltkriege fand keine Verleihung statt. Vier Mal - 1904, 1917, 1966 und 1974 - mussten sich sogar zwei Schriftsteller die Auszeichnung teilen.
In der Affäre um den entlassenen Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte, Brigadegeneral Günzel, haben SPD-Parlamentarier eine genaue Untersuchung des Falles gefordert.
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