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Der Finaleinzug der Deutschen ist ein großer Erfolg, doch ihre Leistungen bei der EM waren schwankend. Kritiker finden wenig Gehör, zumal das Team von Wohlfühljournalismus, Bergtourrhetorik und Event-Fans eingelullt scheint. Ein Stimmungsbericht von der Basis.
Ach ja, die Deutschen. Bis gestern galt: Von allen Viertelfinalteilnehmern hatten sie den blassesten Eindruck hinterlassen. Nichts schien übrig geblieben zu sein vom Systemfußball. Befürworter von Bundestrainer Joachim wurden zu Kritikern. Und dann das: 3:2 gegen den Favoriten Portugal.
Für die Holländer ist nach der EM-Vorrunde Schluss - das ist klar. Und die deutsche Mannschaft? Zuviele Spieler laufen ihrer Form hinterher, Lehmann ist ein Unsicherheitsfaktor. Ob das für den Titel reicht? Und was ist mit Frankreich, Italien und den vielen Geheimfavoriten? Eine Prognose.
An der sportlichen Überlegenheit der Bayern gibt es keinen Zweifel. Der aktuelle Kader kommt sogar vergleichsweise sympathisch daher. Aber muss man den Club deswegen gleich mögen? Der Ton der Führungsmannschaft und so manche Stillosigkeit machen es einem nicht ganz leicht.
Die TSG Hoffenheim wird mit Sicherheit in absehbarer Zeit eine große Rolle im deutschen Fußball spielen - zum Missfallen vieler, gilt sie doch als Retorten-Elf des SAP-Milliardärs Dietmar Hopp. Dabei übersehen viele, dass in Hoffenheim glänzende Arbeit von innovativen Leuten geleistet wird.
Skepsis gegenüber der Einführung des Videobeweises im Fußball ist zwar angebracht, doch was spricht gegen eine Testphase? Einen großen Vorteil hätte er: Betrügern würde ihr Geschäft erschwert.
Mutige und kluge Aussagen aus dem Sport sucht man in der Boykott-Debatte um die Olympischen Spiele vergeblich - auch aus dem deutschen Fußball. Dafür lässt sich Wolfsburgs Trainer Magath als Fackelträger einspannen und DFB-Präsident Zwanziger äußert sich in bester Funktionärstradition wachsweich.
Uli Hoeneß ist, zumindest nach üblichen Kriterien, der erfolgreichste Fußballmanager Deutschlands. Doch das allein genügt ihm nicht, er möchte zudem der gute Mensch von München sein - nicht zuletzt, um wiederum Vorteile daraus zu schlagen.
Schiedsrichter machen immer wieder Schlagzeilen - und zwar negative. Dafür können sie meist nicht viel, denn sie erledigen Arbeit für Masochisten. Doch an ihrem öffentlichen Auftreten sollten sie feilen - und sich auch mal selbst die Rote Karte zeigen.
Können Fans ein Gegentor ihrer Mannschaft mitverursachen? Vielleicht. Wenn sie sich selbst feiern, statt ihre Mannschaft spielangemessen zu unterstützen. Eine Beobachtung aus dem Frankfurter Stadion.
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