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An der Kanzlerin gescheitert - und jetzt auch noch beim Thema Bildung versagt: Günther Jauch findet einfach keine Linie für seine TV-Diskussion am Sonntag.
Für die erste Sendung nach der Sommerpause hatte Sandra Maischberger Bestsellerautorin Charlotte Roche geladen und das Thema Sex gewählt. Funktioniert hat's trotzdem nicht. Deutlich besser lief der Auftakt zur zweiten Staffel von "X Factor".
"Mein Haus, mein Auto, mein Zapfenstreich - was hat Wulff verdient", wollte Anne Will wissen. Jedenfalls nicht noch eine Talkshow, die sich mit seinen Verfehlungen beschäftigt.
Aufgeschreckt durch den Methadon-Tod der kleinen Chantal aus Hamburg widmete sich Günther Jauch dem Thema "vernachlässigte Kinder". Die Diskussionsrunde schien wenig an Lösungsansätzen interessiert, dafür auf Unterhaltung bedacht. Allein "Supernanny" Katia Saalfrank sorgte für ein wenig Balance.
Eigentlich wollte Günther Jauch über Kandidaten fürs Schloss Bellevue diskutieren. Wenige Minuten vor Beginn der Sendung wurde jedoch einer gefunden. Kurzerhand funktionierte er seine Sendung um.
Wieder einmal beschäftigte das Schicksal von Christian Wulff die ARD-Talkrunde am Sonntagabend. Doch was als Amigo-Diskussion geplant war, entpuppte sich doch wieder nur als das altbekannte Hauen und Stechen von Gegnern und Befürwortern eines Präsidenten-Rücktritts.
Es soll kein reines Leute-Magazin werden, sondern sich mit journalistisch relevanten Inhalten beschäftigen. Vor dem Start seiner neuen ARD-Sendung "Gottschalk live" erklärt Moderator Thomas Gottschalk, worauf es ihm bei dem Format ankommt.
Gerade hatten wir gedacht, Günther Jauch sei mit seiner Sonntagsrunde auf einem guten Weg, da kam es wieder ganz dicke: "Deutschland, ein Land der Übergewichtigen - machen all die Fette(n) unsere Gesellschaft krank?" Eine Diskussion, die nicht nur von ihrer Beliebigkeit plattgemacht wurde.
Des einen Leid, des andern Freud: Seit Bundespräsident Christian Wulff in der Klemme steckt, gewinnt Günther Jauch an Souveränität. Trotz der Meldungsflut der letzten Wochen bot er in seiner Talkrunde noch Neues zu dem Thema - und scheute auch die Auseinandersetzung mit der "Bild"-Zeitung nicht.
Nein, es ging bei Günther Jauch ausnahmsweise einmal nicht um eine Million, sondern lediglich um die "500.000-Euro-Frage". Die indes könnte den ersten Mann im Staat zu Fall bringen - und brachte Jauch die beste Diskussionsrunde seit seinem Talk-Antritt.
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