Schwarzmalerei in Entenhausen: In der aktuellen Ausgabe der "Micky Maus Comics" wurde auf einer der letzten Seiten nachträglich das Wort Holocaust unkenntlich gemacht. Es wurde aufgrund eines Reprofehlers in das deutschsprachige Heft übernommen.
Das Video im Wortlaut: Zensur in Entenhausen? In der aktuellen Ausgabe der Micky Maus Comics ist auf der letzten Seite ein Wort geschwärzt. Mehr...
Das haben aufmerksame Leser entdeckt. Offenbar mit Filzstift wurde in einer Sprechblase das Wort „Holocaust“ unkenntlich gemacht, denn eigentlich sollte es dort überhaupt nicht stehen. O-Ton Michael Wießler, Comicladen „Modern Graphics“, Berlin „Das Wort kam ja in der Übersetzung bereits vor. Und das dass letzte Wort im Satz, also Holocaust, nicht wegretuschiert wurde, war ein Repro-Fehler. Das ist einfach nachvollziehbar, weil es auch nicht wie im deutschen Substantiv mit Großbuchstaben geschrieben war, sondern in Kleinschrift wie im Englischen. Da wurde einfach vergessen weg zu retuschieren.“ Der Verlag bemerkte den Druckfehler erst, nachdem der Comic schon an den Kiosken lag. Nach einem Tag wurde alle Exemplare zurückgezogen, das Wort Holocaust nachträglich von Hand geschwärzt. Besonders schnelle Fans, die noch ein ungeschwärztes Heft bekommen haben, besitzen jetzt also eine echte Seltenheit. Und vielleicht ist diese Micky Maus-Ausgabe schon bald ein wertvolles Sammlerstück. Schließen
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