Auf der Frankfurter Buchmesse, ohnehin ein großes Geschnatter, drang in diesem Jahr unentwegt die deutsche Synchronstimme von Mickey Mouse aus den Lautsprechern - Charlotte Roche schien sich für die Messe vervierfacht zu haben, mindestens. Und während die 33-Jährige unter anderem bereits die Vorfreude auf ihr drittes Buch schürte ("Es geht um Frauen, Fett, Cellulite"), feierte der 57-jährige Debütant Eugen Ruge höchst unaufgeregt den Gewinn des Deutschen Buchpreises. "In Zeiten des abnehmenden Lichts" ist ein DDR-Familienroman, klassisch erzählt. Aus genau diesen Gründen mäkelten die Jury-fernen Literaturkritiker an der Preisvergabe ("zu konventionell", "nichts Neues”, "langweilige Konsens-Entscheidung"). Immerhin: Die Familie, von der Eugen Ruge, Sohn des Alt-Kommunisten Walter Ruge, berichtet, ist schillernd, der Roman autobiografisch geprägt, Nachhilfeunterricht über das Innenleben der DDR gibt's gratis dazu - freut man sich doch immer, wenn man beim Lesen noch was lernen kann
"Die Tribute von Panem" regieren weiterhin die Charts. Die dreidimensionale Wiederauflage von "Titanic" schaffte aus dem Stand den Sprung in die Top 3. Aber auch die Nazis auf dem Mond haben Fans. mehr...
"Schoßgebete" - Zweiter Roman von Charlotte Roche Trauerspiel statt SexskandalEs gehe um das Tabuthema Sex in der Ehe, wird Charlotte Roches neues Buch angekündigt. Doch "Schoßgebete" dreht sich vor allem um die Autorin - die ihr Familienunglück zur Schau stellt. mehr...