11. Oktober 2011, 18:38 Uhr

Roman ist "keine Abrechnung mit der DDR"

In seinem Erstlingswerk "In Zeiten des abnehmenden Lichts" würde er weder mit jemandem abrechnen, noch jemanden verurteilen oder verteidigen, sagt Autor Eugen Ruge.

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Will seine autobiografisch geprägte Familiensaga "In Zeiten des abnehmenden Lichts" nicht als Abrechnung mit der DDR verstanden wissen: Buchpreis-Gewinner Eugen Ruge©

Der Schriftsteller Eugen Ruge, 57, will seinen preisgekrönten Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" nicht als Abrechnung mit der DDR verstanden wissen. "Der Witz besteht ein bisschen darin, dass ich die Figuren alle selbst sprechen lasse", sagte er dem Hörfunksender MDR INFO am Dienstag. Es entstehe sozusagen eine multi-perspektivische Wahrheit, "die sich aus mehreren Sichten zusammensetzt und die der Autor nicht deutet." Ruge hat für seine autobiografisch geprägte Familiensaga am Montagabend in Frankfurt am Vorabend der Eröffnung der Buchmesse den Deutschen Buchpreis für den besten Roman des Jahres erhalten.

Er rechne mit niemandem ab, er verteidige niemanden und er verurteile auch niemanden, sagte Ruge. Die DDR sei ihm vor ihrem Verschwinden grau und langweilig vorgekommen. "Als sie verschwunden war, fand ich diesen Stoff dann wieder interessant und habe gemerkt, dass unter den Figuren dort auch ganz bizarre und ungewöhnliche Menschen sind."

kgi/DPA
 
 
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