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Der Chemie-Konzern Bayer hat angesichts hoher Strompreise in Deutschland mit einer Produktionsverlagerung ins Ausland gedroht.
Italiens Außenminister Franco Frattini erwartet bei einem Sturz von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi die Ankunft von mindestens 200.
Apple ist bekannt dafür, die Inhalte von iPhone-Apps streng zu kontrollieren. Eine umstrittene App, die "Heilung von Homosexualität" unterstützen soll, hat das Unternehmen allerdings zugelassen - und wurde dafür hart von Schwulen- und Lesbenverbänden kritisiert.
Strahlenwerte steigen, Firmen ziehen Mitarbeiter ab, die Börse ergreift Panik, viele Einwohner bereiten ihre Flucht vor: Schluss mit Gelassenheit - der Mega-Metropole Tokio droht der Exodus.
Verzweifelte Menschen, ein überfülltes Auffanglager: Die Lage auf Lampedusa ist dramatisch. Um des "biblischen Exodus" Herr zu werden, werden nun Flüchtlinge nach Sizilien verlegt.
Angesichts der Flüchtlingsströme aus Nordafrika hat Italien angeregt, eigene Polizeikräfte in Tunesien zu stationieren. Sie sollen verhindern, dass weitere Menschen über das Mittelmeer nach Europa fliehen. Die Regierung in Tunis wies das Ansinnen zurück - kann den Exodus aber nicht stoppen.
Wenn er gedacht haben sollte, schlimmer könne es nicht mehr werden, sieht sich Großbritanniens Premier Gordon Brown getäuscht. Nach dem Arbeits- und dem Verteidigungsminister ist jetzt laut BBC auch Verkehrsminister Geoff Hoon zurückgetreten - der fünfte Rücktritt in der britischen Regierung binnen einer Woche. Brown will von Rücktritt dennoch nichts wissen.
Die US-Finanzkrise killt die Wall-Street-Banken: Merrill Lynch wird übernommen, Lehman Brothers musste angesichts eines astronomischen Schuldenbergs Konkurs anmelden. Die Bankenbranche schnürte zwar ein neues Hilfspaket - doch der Wall Street droht bereits die nächste Riesenpleite.
Mit Care verlässt eine der letzten Hilfsorganisationen den Irak. Die Entführung der Chefin Margaret Hassan zeigt, dass den Terroristen die Geiseln ausgehen und sie ihre Opfer nun unter den letzten verbliebenen Helfern des Landes suchen.
Ein Volk auf der Flucht Immer häufiger kommen Emails von meinen Freunden aus Bagdad nicht aus Bagdad, sondern aus Amman, Dubai, Damaskus. Jeden Tag verlassen 2000 bis 3000 Iraker das Land, anderthalb Millionen sollen bereits geflohen sein. Zainab schreibt aus Amman, wo sie auf die Entbindung ihres ersten Babys wartet. Emad aus Dubai, wo er für eine türkische Firma Architekturmodelle am Computer gestaltet. Runak aus Damaskus, wohin sie mit ihrer sunnitischen Familie aus einem überwiegend schiitischen Viertel in Bagdad geflohen ist. Als aber Nadschibs Email kam, habe ich fast geweint. Er hat den Irak nicht verlassen, dazu hat er kein Geld. Alle Ersparnisse mußte er aufwenden, als sein Sohn vor einem Jahr entführt wurde. Gegen mehrere tausend Dollar kam der 14jährige tatsächlich frei, ein Glücksfall. Häufig werden die Geiseln nach der Lösegeldübergabe ermordet und irgendwo tot auf die Straße geworfen. Auch dass Nadschib noch lebt, grenzt an ein kleines Wunder. Er selbst hat die bewaffneten Männer nicht gesehen, die vor einigen Wochen an seine Schule in Bagdad kamen und einen Lehrer töteten. Als ihm aber Kollegen erzählten, sie hätten gehört, wie die Mörder anschließend feststellten, „das war nicht Nadschib“, beschloss er, Bagdad zu verlassen und bereitete seinen Umzug in eine ruhigere Provinz tief im Südirak vor. Zu einem hohen Preis: Seine Frau, eine Kurdin, weigert sich, ihn zu begleiten. Er hat die Scheidung eingereicht, nach mehr als 20 Jahren Ehe. „Die einfachen Menschen denken nicht mehr an die Zukunft“, schreibt er. „Wir versuchen nicht mehr voranzukommen, unser ganzes Denken gilt dem Überleben. Wir essen und schlafen, mehr nicht. Wie die Tiere. Alle haben Angst, und jeder fragt sich, wann sein Mörder kommt."
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