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Israel und der Iran liegen wieder im Clinch. Die Führung in Teheran bestreitet, dass sie den Anschlag auf Israelis in Auftrag gegeben hat. Sie pflegt das "Feindbild Israel" seit über drei Jahrzehnten.
Nach den Anschlägen des 11. September 2001 erlebten die USA eine Welle der weltweiten Sympathie - im Krieg gegen den Terror schlug die Stimmung um. Im stern.de-Interview erläutert der Politologe Andrei S. Markovits, was es mit der vermeintlich amerikafeindlichen Haltung der Europäer auf sich hat.
Paris, Kiew, Brüssel, Mailand, Berlin. Am Donnerstag soll nackte Haut Leben retten. Femen-Aktivistinnen demonstrieren mit blanker Brust für die Unversehrtheit einer mutigen Muslima.
Seit zwei Tagen häufen sich die Berichte über Angriffe auf Journalisten in Ägypten. Offenbar sind es keine zufälligen Zusammenstöße im Gefecht der Demonstrationen, sondern gezielte Attacken. Kollegen erzählen, dass ihre Kameras konfisziert, Hotelzimmer durchsucht, Reservierungen nicht verlängert wurden. Vvon seinen Erfahrungen aus Kairo erzählt Kollege Jürgen Stryjak von den Welteportern: Um Menschen gegen die Journalisten aufzustacheln, wird ihm zufolge unter Mubarak-Unterstützern das Gerücht verbreitet, Journalisten hätten den Umsturz Mubaraks geplant und angezettelt. "Es wird immer schlimmer", mailt ein libanesischer Kollege aus Kairo, "ein Reporter von Al-Arabiya wurde schlimm verprügelt, die Polizei stürmte das Hotelzimmer eines Reporters vom brasilianischen Fernsehen. Gebt Euch am besten nicht als Presse zu erkennen." Das Committee for Protection of Journalists sammelt alle Angriffe aus Journalisten und macht sie publik. Auf Twitter werden Suchmeldungen nach Kollegen verbreitet, die von Polizisten verschleppt oder festgesetzt wurden. Nützen wird den Journalistenhaschern ihr Vorgehen nichts. Selbst die Totalabschaltung des Internets und der Mobiltelefondienste hat nicht verhindert, dass die Nachrichten aus Ägypten um die Welt gehen. Statt dessen wurden im Eiltempo Ideen entwickelt, den Blackout zu umgehen - zum Beispiel von Google. Der Internet-Riese hat speziell für die Krise in Ägypten mit einem Team von Ingenieuren von Google, Twitter und SayNow, dem neuen Telefon-Dienst von Google, den Service " Speak to Tweet " geschaffen: Unter den Telefonnummern +16504194196, +390662207294 und +97316199855 können Nachrichten auf einem Anrufbeantworter hinterlassen werden, die dann unter dem Hashtag #egypt auf Twitter verbreitet werden. Und so schallt jede Stimme, die die Sicherheitskräfte verstummen lassen wollen, tausendfach aus den sozialen Medien zurück.
Der anarchische, basisdemokratische Charakter des Internets macht es bei der Bevölkerung in vielen arabischen Staaten zum Hoffnungsträger - und bei Regierungen mit eher begrenzten demokratischen Ambitionen zum Feinbild. Ein kleines Symbol unten rechts am Bildschirm macht den großen Unterschied. Sehe ich es an einem Computer in einem der arabischen Länder, in denen das Internet strengen Kontrollen unterliegt (der Grad der Kontrolle ist von Land zu Land unterschiedlich), weiß ich: Hier kann ich weitgehend ungehindert surfen. Dann kann ich Facebook öffnen, Seiten oppositioneller Medien, bestimmte Blogs und anderes, das in der Region immer mal wieder von Amts wegen blockiert ist. Das kleine Symbol verrät mir, dass der Internetbetreiber ein kleines Programm installiert hat, das die amtlichen Sperren austrickst. Es ist ein ewiger Wettstreit: Auf neue Kontrollen reagieren die Internet-Nutzer mit neuen technischen Tricks, um diese zu umgehen. Bis die amtlichen Kontrolleure auch diese ausgeklügelt haben und lahmlegen - und die Nutzer von neuem auf Abhilfe sinnen. Eine neue Spielart der Supervision haben sich jetzt die ägyptischen Zensoren ausgedacht. Ägypten hat eine besonders lebhafte Bloggerszene, eine neue amtliche Studie hat die Zahl der Blogger gerade mit 162.000 angegeben, das wäre etwa ein Drittel aller Blogger in der arabischen Welt. Wer in Ägypten in ein Internet-Café geht - und viele können sich einen Computer und einen Internetanschluß zu Hause nicht leisten - muß neuerdings seinen Namen, seine Adresse, seine Telefonnummer angeben. Diese Daten werden ihm oder ihr dann auf dem Handy per SMS zugeschickt und müssen bestätigt werden - erst dann wird der Zugang zum Netz freigeschaltet. Um diese Form der Kontrolle zu ermöglichen, müssen die großen Mobilfunkbetreiber in Ägypten eng mit den Sicherheitsbehörden kooperieren. Bei wenigen Gelegenheiten zeigt sich die enge Verquickung von politischer und finanzieller Macht so offensichtlich. Von Anonymität im Netz kann also keine Rede mehr sein. Wenn die Behörden wollen, können sie nun ganz genau sehen, wer wann welche Seiten liest, wer wo Kommentare hinterläßt, wer welchen Blog schreibt. Angesichts schon mehrfach verhängter drakonischer Gefängnisstrafen gegen junge Blogger mehr als nur ein mulmiges Gefühl. Die Nutzer werden sich wieder etwas einfallen lassen müssen.
Russland droht, aus der Rüstungskontrolle in Europa auszusteigen, und der Westen ist schockiert. Kein KSE-Vertrag - das fühlt sich an, als wäre der Kalte Krieg zurückgekehrt. Aber warum bricht Präsident Putin ihn vom Zaum?
Ex-Mathematiklehrer und Selfmade-Manager: Der bullige Chef des französischen Pharmakonzerns Sanofi-Synthelabo, Jean-Francois Dehecq, plant die Übernahme des deutschen Konkurrenten Aventis.
In Erfurt wird heute der 16 Opfer des Schulmassakers am Gutenberg-Gymnasium vor elf Jahren gedacht. Schüler, Lehrer und Erfurter Bürger versammeln sich an der Gedenktafel mit den Namen der Opfer.
Hass ist eine starke Antriebskraft: Während ihrer Regierungszeit inspirierte Margaret Thatcher die britische Musikszene zu wütenden Songs. Einige Künstler geben jedoch auch nach ihrem Tod keine Ruhe.
Nach dem weiter ungeklärten Wohnhausbrand in Köln mit zwei Toten beobachtet die Türkei nach Angaben ihres Außenministeriums mit Sorge eine Zunahme solcher Brände in der Bundesrepublik.
Ein Aufschrei geht durch die Pop-Republik: Heino vergeht sich an Rammstein, Fantas und den Ärzten. Das Sams schnürt die Boxhandschuhe und auch Karsten Spengemann zeigt sich von ungewohnter Seite.
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