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"Unterschicht", "Prekariat", "Problembär Bruno": Insgesamt gab es mehr als 1000 Vorschläge für das Unwort des Jahres. Gewonnen hat "freiwillige Ausreise". stern.de zeigt die zwölf häufigsten Vorschläge.
Seit 1992 geißelt der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser jährlich "sprachliche Missgriffe" und dekoriert sie mit dem Titel "Unwort des Jahres". Von Helmut Kohl bis Martin Walser - sie alle hat der Bannstrahl von Schlosser und seinem Wächterrat schon mal getroffen. Die Suche für 2009 ist bereits im Gange.
Die Finanzkrise hat ihre Spuren auch in der deutschen Sprache hinterlassen - sogar so sehr, dass die Menschen es regelrecht nicht mehr hören können. Aus mehr als 1000 Vorschlägen wurde nun das Unwort des Jahres gekürt - und es hat prompt mit der Krise zu tun.
Sie kam 1981 in die DDR und wollte die Welt erobern. Stattdessen landete die Jugendliche in einer Großküche. Sie bekam 1988 illegal ein Baby, hatte Angst vor dem rechten Mob, der 1992 in Rostock wütete, war 1994 auf Jobsuche und schloss 2005 mit Bestnoten ihr Studium ab: Phuong Kollath - eine vietnamesische Erfolgsgeschichte.
Widersprüchliche Berichte aus der Kriegsregion: Georgien meldet, russische Truppen seien im Anmarsch auf die georgische Hauptstadt Tiflis und hätten das Land durch die Besetzung wichtiger Straßen zweigeteilt. Doch aus Russland kommen Dementis. Bestätigt hat die russische Regierung jetzt allerdings, dass sie Georgien von zwei Seiten in die Zange nimmt.
"Herdprämie" ist das Unwort des Jahres 2007, wie Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser jetzt mitteilte. Es diffamiere Eltern und besonders Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen. Auf den zweiten Platz wählte die Experten-Jury der Frankfurter Universität den Begriff "klimaneutral", auf Platz drei "entartet".
Der Freispruch des ursprünglich wegen Beihilfe zum Mord angeklagten Marokkaners Abdelghani Mzoudi ist rechtskräftig - das hat der BGH bestätigt. Der 32-jährige Student will nun freiwillig in seine Heimat ausreisen.
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