1. Oktober 2001, 09:53 Uhr

Wenn der »Arschbackendjango« wieder »eindost«

Was hat der »Jenseitsinspektor« dem »Sittenpfiffi« mitzuteilen? Im »Lexikon der Knastsprache« hat ein Würzburger Richter die skurrilsten und wichtigsten Begriffe aus dem Alltag deutscher Gefängnisse zusammen getragen.

Klaus Laubenthal kennt die Knastsprache

Nicht jeder wird gleich verstehen, was Sache ist, wenn der »Jenseitsinspektor« mit dem »Sittenpfiffi« spricht. Des Rätsels Lösung, nämlich ein Gespräch zwischen dem Gefängnispfarrer und einem Sexualstraftäter, enthält das »Lexikon der Knastsprache - Von Affenkotelett bis Zweidrittelgeier«, das jetzt ein Würzburger Richter und Strafrechtsprofessor zusammengestellt hat. Und wenn ein »Arschbackendjango« einen »Gestrauchelten eindost«, dann sperrt der Vollzugsbedienstete einen Häftling hinter Schloss und Riegel.

Aus dem Alltag deutscher Gefängnisse

Von A bis Z listet Klaus Laubenthal die skurrilsten, interessantesten und wichtigsten Begriffe aus dem Alltag deutscher

Gefängnisse auf. Herausgekommen ist laut Verlag ein Wörterbuch, mit dem erstmals eine möglichst umfassende, allgemein zugängliche und aktuelle Wortsammlung zum Jargon von Gefangenen vorliegt. So kann dort auch nachgelesen werden, dass sich »Gittermäuse« gelegentlich »Sargnägel und Fensterkitt einpfeifen«, also weibliche Häftlinge Karotten und Kartoffelpüree essen.

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