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Genau zehn Jahre ist es her, dass beim Amoklauf an der Columbine Highschool 15 Menschen starben. "Sie steigerten sich in ihre Fantasien rein, sie wollten Gott spielen", sagt Joachim Gaertner im Interview mit stern.de über die beiden Täter. Der Autor hat 25.000 Seiten Material über die Attentäter von Columbine gesichtet, deren Amoklauf auch in Deutschland Nachahmer auf den Plan rief.
Der Amoklauf an der Columbine High School vor zehn Jahren war nicht der erste an einer Schule. Doch nie zuvor hatten Täter ihren Exzess derartig vorbereitet und inszeniert. Die USA haben aus der Katastrophe gelernt, in Deutschland dagegen blieb die Politik nach ähnlichen Vorfällen weitgehend tatenlos.
Für ihn war das Internet das wahre Leben. Da war er stark und unbesiegbar. Als die Polizei seine Morddrohungen im Netz entdeckte, griff Matti Saari zur Waffe und erschoss zehn Menschen in seiner Berufsschule. Der finnische Amokläufer von Kauhajoki nahm sich dabei die Todesschützen von Erfurt, Littleton und Jokela zum Vorbild.
In den USA ist ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden, der am zwölften Jahrestag des Amoklaufs von Littleton nahe der Columbine-Highschool eine selbstgebaute Bombe zünden wollte.
In seinem neuen Roman beschäftigt sich Wally Lamb mit den Folgen des Amoklaufs in Littleton vor zehn Jahren. Im stern.de-Interview erzählt der Bestsellerautor von seinen Erfahrungen mit den Überlebenden - und wie es ist, plötzlich dem Vater eines Amokläufers gegenüberzustehen.
Die Polizei hat ein Massaker an einer Kölner Schule verhindert. Nach einem Tipp von Mitschülern des Georg-Büchner-Gymnasiums konnte sie einen 17-Jährigen und einen mutmaßlichen Komplizen im Alter von 18 Jahren ausfindig machen. Geplanter Termin für die Morde: der Jahrestag der Bluttat von Emsdetten. Der Jüngere brachte sich nach der ersten Vernehmung um.
Die Amish leben ohne Telefon und Fernsehen - und wurden doch vom Horror der Moderne heimgesucht. Ein 32-jähriger Lastwagenfahrer drang in die Amish-Schule in Nickel Mines ein und exekutierte drei Mädchen. Er habe sich rächen wollen, heißt es in seinem Abschiedsbrief.
Das Blutbad am Dawson College im kanadischen Montreal ist kein Einzelfall. Schon öfter hat es in Kanada derartige Vorfälle gegeben, zwei Mal bereits in Montreal.
Die Rufe nach einem Verbot von "Killerspielen" erinnern an alte Diskussionen. Im stern.de-Interview spricht der Zensurforscher Roland Seim über die Gemeinsamkeiten von Games und verbotenen Büchern und Filmen sowie den Hang der Deutschen, nach dem Staat zu rufen, wenn ihnen etwas nicht gefällt.
Nach dem Amoklauf an einer US-Uni stehen die USA wegen ihrer ihrer Waffengesetzte weltweit in der Kritik. Führende Politiker und Kommentatoren raten dazu, den Waffenbesitz deutlich einzuschränken.
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