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Eine Branche im freien Fall: Die Einnahmen der US-Medienunternehmen gehen dramatisch zurück, die Auflage sinkt, Lokalzeitungen werden eingestellt. Renommierte Titel wie der "Boston Globe" könnten bald verschwinden. In Chicago sind beide Tageszeitungen insolvent. In ihrer Not greifen Verleger zu alten Modellen.
Der Verkaufsstart des iPad wird medial zelebriert wie die Auferstehung Christi - mehr aus Eigen- denn aus Leserinteresse. Groß sind die Hoffnungen, klein ist die Erfindung.
Microsoft will sich im Kampf gegen den Suchmaschinen-Giganten Google einen gewichtigen Partner ins Boot holen: Medien-Modul Rupert Murdoch, der seit längerem gegen die Gratis-Kultur im Netz wettert. Gemeinsam wollen der Software-Konzern und Murdoch dafür sorgen, dass bestimmte Inhalte nur noch über die Suchmaschine Bing auffindbar sind.
Stellenabbau bei "Le Monde", rote Zahlen bei der "New York Times" - Deutschlands Verleger fürchten sich vor der Flut schlechter Nachrichten aus dem Ausland. Viele flüchten sich in neue Geschäftsfelder. Dabei hat die gedruckte Zeitung hierzulande durchaus Zukunft.
Das war's dann: Die mächtige Mitarbeiter KG des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat Chefredakteur Stefan Aust fallen gelassen. Der Vertrag von Aust endet damit am 31. Dezember 2008. In der Branche werden bereits eifrig Nachfolger gehandelt.
Mit einem ambitionierten Konzept will "Voss - Berliner Zeitschrift" frischen Wind in die Presselandschaft bringen - und nebenbei einer alten Tante die Reverenz erweisen.
Pioniergeist in Hamburg: Eine Medienschule neuen Typs öffnet am kommenden Montag ihre Pforten. Die Hamburg Media School will unter Einsatz aller technischen Medien den Führungsnachwuchs von morgen ausbilden.
Keine faulen Ausreden mehr: Auf dem Kommunikationskongress "hamburger dialog" wurde nicht gejammert, sondern gegenseitig Mut gemacht.
Mit dem Wunsch, "irgendwas mit Medien" machen zu wollen, können Schulabgänger jeden Berufsberater zur Verzweiflung treiben. Nicht nur, weil die Branche kränkelt, sondern weil der Wunsch so präzise ist, als würde man die Nadel im Heuhaufen suchen.
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