HOME

"I Am Legend"-Autor mit 87 Jahren gestorben

Science-Fiction war seine Leidenschaft, seine Romane und Kurzgeschichten dienten als Vorlage für viele Hollywood-Produktionen. Mit 87 Jahren ist US-Autor Richard Matheson in Los Angeles verstorben.

Schon zu Lebzeiten eine Legende: US-Autor Richard Burton Matheson

Schon zu Lebzeiten eine Legende: US-Autor Richard Burton Matheson

Richard Burton Matheson ist tot. Der US-Schriftsteller ist am Sonntag in seinem Haus im kalifornischen Calabasas eines natürlichen Todes gestorben, berichteten mehrere US-Medien am Montag. Matheson wurde 87 Jahre alt. Seine "ironische und kultige Vorstellungskraft hat bahnbrechende Science-Fiction-Geschichten erschaffen", zitierte der "Hollywood Reporter" Star-Regisseur Steven Spielberg, 66. Für dessen Film "Duell" schrieb Matheson 1971 das Drehbuch. Stephen King hatte Matheson als sein Vorbild bezeichnet. Und Damon Lindelof, der Schöpfer der Fernsehserie "Lost", nannte ihn einen Giganten.

Matheson wurde als Sohn norwegischer Einwanderer 1926 in New Jersey geboren. Bereits im Kindesalter feierte er erste literarische Erfolge. Die Zeitung "Brooklyn Eagle" veröffentlichte seine Gedichte und Kurzgeschichten. 1950 machte er die Schriftstellerei dann zu seinem Beruf, Science-Fiction zu seinem Genre. Nach dem Erscheinen seiner Kurzgeschichte "Born of Man and Woman" im "Magazine of Fantasy and Science Fiction", schrieb Matheson eine Reihe erfolgreicher Horror- und Fantasygeschichten. Einige davon wurden zu Vorlagen für Film- und Fernsehproduktionen. Mit der Verfilmung von "Die unglaubliche Geschichte des Mister C.", für die er auch das Drehbuch verfasste, gelang ihm der Durchbruch in Hollywood. Der Film gilt noch heute als Klassiker im Bereich des Fantastischen.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt sein erster Roman "I Am Legend" (1954), der bereits dreimal verfilmt wurde, zuletzt 2007 mit Will Smith in der Hauptrolle. Matheson hat vier Kinder. Drei von ihnen wurden selbst erfolgreiche Schriftsteller - wenn auch keiner an den Status des Vaters heranreichte.

kgi/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo