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"Erzählerische Phantasie und sprachliche Erfindungskraft"

Für "Pong" erhielt sie den Bachmann-Preis, mit "Blumenberg" stand sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Nun darf sich Sibylle Lewitscharoff auch über den Büchner-Preis freuen.

  Sibylle Lewitscharoff erhält den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis

Sibylle Lewitscharoff erhält den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff bekommt den Georg-Büchner-Preis 2013. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Die Autorin wurde in Stuttgart geboren, heute lebt sie in Berlin. Derzeit ist die 59-Jährige Stipendiatin der Villa Massimo in Rom.

"In ihren Romanen hat Sibylle Lewitscharoff mit unerschöpflicher Beobachtungsenergie, erzählerischer Phantasie und sprachlicher Erfindungskraft die Grenzen dessen, was wir für unsere alltägliche Wirklichkeit halten, neu erkundet und in Frage gestellt", begründete die Jury die Entscheidung. Der Preis wird am 26. Oktober 2013 in Darmstadt in Hessen verliehen.

"Ihre Texte vertiefen und erweitern die genaue Wahrnehmung der deutschen Gegenwart", hieß es zur weiteren Begründung. Sie behandle in ihren Werken auch philosophische und religiöse Grundfragen und bereichere die Literatur "mit erfrischend unfeierlichem Spielwitz". Ziel ihres Schreibens sei ein "Gespräch mit den Toten" - sie führe es "lebendig und lebenszugewandt".

Vielfache Auszeichnungen

Nach dem Studium der Religionswissenschaften veröffentlichte die Autorin 1994 ihr erstes Buch "36 Gerechte". Für ihren Roman "Pong" erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Weitere Titel sind "Der höfliche Harald" (1999), "Montgomery" (2003), "Consummatus" (2006), "Apostoloff" (2009) und "Blumenberg" (2011), mit dem sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand.

Lewitscharoff beschreibt in "Blumenberg" die letzten Lebensjahre des gleichnamigen Philosophen, bricht die realitätsnahe Schilderung aber durch irreale Elemente. So liegt gleich zu Beginn des Romans ein Löwe auf dem Teppich des Arbeitszimmers, der zum ständigen - für andere unsichtbaren - Begleiter des Philosophen wird.

Für ihr Werk wurde Lewitscharoff vielfach ausgezeichnet. Nach dem Bachmann-Preis wurden ihr auch der Preis der Leipziger Buchmesse, der Berliner Literaturpreis, der Kleist-Preis und der Ricarda-Huch-Preis zuerkannt.

Den Büchner-Preis erhielten die renommiertesten Autoren der deutschsprachigen Literatur wie Gottfried Benn (1951), Erich Kästner (1957), Günter Grass (1965), Heinrich Böll (1967) und Friedrich Dürrenmatt (1986). Im vergangenen Jahr wurde Felicitas Hoppe ausgezeichnet.

Sandra Trauner, DPA/DPA
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