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Zur Buchmesse: So entsteht ein Buch

Tausende von Verlagen präsentieren derzeit auf der Frankfurter Buchmesse ihren neuen Lesestoff. Aber wie ist der überhaupt entstanden? 

  Ein Mensch, der eine Buchidee hat, kann auf mehreren Wegen mit einem Verlag in Kontakt treten. Die häufigsten sind:

1. einen Brief schreiben
Der Autor sendet ein Exposé, erste Textproben oder gleich das fertige Manuskript „unverlangt“ (wie es so schön heißt) an das Lektorat eines Verlages. Diese Abteilung sichtet Manuskripte und arbeitet später mit dem Autor inhaltlich zusammen, wenn – was leider selten ist – der Verlag das Buch publizieren will.

2. einen Profi einschalten
Der Schreiber beauftragt einen Agenten. Dieser professionelle Vermittler prüft vorab das Manu- skript/die Idee und übernimmt bei Gefallen die Präsentation des Werkes bzw. die Verhandlungen mit dem Verlag. Dafür bekommt der Agent bis zu 15 Prozent aller späteren Einnahmen. Geld fließt bei seriösen Agenten erst, wenn ein Buchvertrag zustande kommt. Die Agenten von prominenten Autoren lassen meist mehrere Verlage Gebote abgeben. 

Wenn der Verlag tatsächlich interessiert ist, beginnen komplizierte Verhandlungen. Beide Parteien klären etwa, wann und unter welchem Titel das Buch erscheinen soll, wie umfangreich es sein wird und wann der Autor das Manuskript abgeben muss. All diese (und viele andere) Punkte fließen in einen Vertrag zwischen Autor und Verlag. 

Nun schreibt der Autor sein Buch – falls er das Manuskript nicht schon fertig in der Schublade hat. Ab sofort arbeitet er mit seinem  Lektor oder seiner Lektorin zusammen.  Manche Lektoren begleiten ihre Autoren intensiv und bemuttern sie, andere lesen erst das fertige Manuskript und redigieren es. Nach der Bearbeitung durch das Lektorat bekommt der Autor dann eine Satzfahne, die er noch einmal liest und freigibt. 




Grafik: Melanie Wolter / Nikolas Stein
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