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Midori-san ist nicht irgendeine Pflanze. In einem Café in der japanischen Stadt Kamakura unterhält sie - mit etwas technischer Hilfe - einen täglichen Blog.
Kondombehälter mit eingebautem Kerzenständer, teure Espresso-Maschinen oder exklusives Kunsthandwerk - witzig und poppig präsentiert sich die Konsumgütermesse Tendence.
Auch die Knochen der Toten von Salzmünde stellen die Anthropologen vor neue Rätsel: Sie entdecken eine Fraktur im Schädel, verursacht durch stumpfe Gewalt. Gab es doch ein Verbrechen?
Libanon bereitet sich auf die Wahlen vor - wer zu welchem politischen Lager gehört, kann der Kenner an Kleinigkeiten erkennen. Die Stimmung in dem traditionellen Café war ausgelassen. Wild tanzten die Gäste zu Klassikern von Weltstar Fairuz und anderen arabischen Liedern, die das Live-Duo nachspielte. "Da hinten an dem Tisch sitzen lauter Aoun-Anhänger", erklärte mir mein Begleiter mitten ins bunte Treiben. "Und da, an dem anderen, die stimmen alle für Kataib, die Partei von Gemayel." Er blickte sich im Lokal um. "Und der, der gerade auf die Tanzfläche gegangen ist, wird für Samir Geagea stimmen, von den Lebanese Forces." Verwundert blickte ich ihn an. "Woher weißt du das? Kennst du die alle, oder gibt es einen geheimen Code, an dem du sie erkennen kannst?" Er schmunzelt. "Ja, den gibt es. Sieh dir ihre Hände an. Siehst du den Mann, der seine Daumen und Zeigefinger zu einem l-ähnlichen Haken formt? Das ist das Zeichen der Aoun-Partei, der Freien Patriotischen Bewegung." Jetzt sah ich es auch - rund um jenen Tisch hielten die Männer beim Tanzen mit ihren Händen einen L-Haken in die Luft. Das Zeichen soll für die richtige Wahl stehen, sein Häkchen an der richtigen Stelle machen. Ganz Beirut ist voll mit Plakaten, die in irgendeiner Ecke diesen kleinen Haken haben. Ich sah mir die Hände der anderen Tanzenden näher an. Die von meinem Begleiter als Anhänger von Samir Geagea, Identifizierten legten Daumen und Zeigefinger beider Hände zu einem Dreieck oder Delta zusammen, dem alten Symbol der Lebanese Forces aus Bürgerkriegszeiten (inzwischen ist es durch eine Zeder ersetzt, den Nationalbaum Libanons). Direkt daneben tanzte eine Gruppe junger Männer, die Daumen, Zeige- und Mittelfinger wie für eine Aufzählung in die Höhe hielten - als Symbol für die drei Säulen der Kataib: Gott, Vaterland und Familie. "Das sind alles christliche Parteien - haben die anderen denn auch solche Fingerzeichen?", wollte ich wissen. "Nein", erklärte mir mein Begleiter, "aber eine Farbe haben sie alle: Gelb steht für Hisbollah, Grün für Amal (die zweite, als gemäßigter geltende Schiitenpartei), Türkis für die Zukunftspartei von Saad Hariri, Orange für Aoun und so weiter." Ich mußte an Ostern denken, an eine Szene, die ich erst jetzt, im Nachhinein verstand, während eines Essens mit Freunden, bei dem ein Korb mit Ostereiern auf dem Tisch stand. Eine der Eingeladenen nahm, als sie gelbgefärbte Eier in dem bunten Korb sah, sofort einen Stift und schritt zur Neudekoration. Sie übermalte alle gelben Eier mit Blau, bis sie grün schimmerten - die Farbe von Amal. "Ich möchte nicht, dass Hisbollah mit am Tisch sitzt", sagte sie und schenkte sich einen Arak ein.
Midori-san ist nicht irgendeine Pflanze. In einem Café in der japanischen Stadt Kamakura unterhält sie - mit etwas technischer Hilfe - einen täglichen Blog.
So klingt das Gletscher-Rauschen
Sprechende Schlangen und Empfängnis ohne Sex, Machtgeilheit und jede Menge Kriege. "Religulous" von "Borat"-Regisseur Larry Charles nimmt sich den Glauben vor, stellt einfache Fragen, auf die es immer wieder erschreckende und lächerliche Antworten gibt. Dieser Film ist ein überfälliges, gut gemachtes Stück Aufklärung. Und höllisch lustig.
Die Mutter eines kleinen Jungen, der vor mehr als einer Woche völlig allein an einem Bahnhof in Hessen gefunden wurde, hat sich bei der Polizei gemeldet. Warum die Frau ihren Sohn alleine zurück ließ, ist noch völlig unbekannt.
Sprechende Hunde, Tore von Messi und die Kunst, sich ein Steak zu braten - alles über die Weltbühne youtube und noch viel mehr lesen Sie in der aktuellen stern Ausgabe.
Plastikgewehre, Bauklötzchen und Monsterpuppen: Aus billigem Spielzeug konstruieren Bostoner Forscher dringend benötigte Medizingeräte für Entwicklungsländer.
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