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In München haben Angela Merkel und Hillary Clinton ihre Ägypten-Doppelstrategie vorgestellt: Der Westen setzt auf die alten Eliten, bremst das Volk - und hofft auf Reformen von oben.
In München haben Angela Merkel und Hillary Clinton ihre Ägypten-Doppelstrategie vorgestellt: Der Westen setzt auf die alten Eliten, bremst das Volk - und hofft auf Reformen von oben.
Ob auf den Straßen von Kairo, Madrid und Tel Aviv oder an den Wahlurnen des armen Berlins: 2011 war das Jahr des Protests. Und das war erst der Anfang.
Nach mehr als zwei Wochen langen Massenprotesten ist der ägyptische Präsident Husni Mubarak zurückgetreten.
Lauscht man den westlichen Movern und Shakern in München, löst sich die Krise in Kairo bald in Wohlgefallen auf, im friedlichen Miteinander mit Amerikas gutem Freund Husni Mubarak. Wie soll das gehen?
Noch dringen die USA auf friedliche Reformen in Ägypten. Aber je blutiger das Regime den Aufstand niederschlägt, umso mehr gerät Washington unter Druck, sich von dem so wichtigen Verbündeten Mubarak zu distanzieren.
Der ägyptische Schriftsteller Naguib Mahfus ist gestorben. Der 94-Jährige war der erste Araber, dem der Literaturnobelpreis verliehen wurde. Er schrieb sogar noch Gedichte, als er kaum noch hören und sehen konnte.
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