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7. Februar 2012, 22:38 Uhr

Briten feiern 200. Geburtstag von Charles Dickens

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat den Schriftsteller Charles Dickens zu dessen 200. Geburtstag als einen der größten Autoren in englischer Sprache gefeiert.

Mit einer Gedenkzeremonie in der Westminster Abbey in London und einer Straßenparty in Portsmouth hat Großbritannien den 200. Geburtstag von Charles Dickens gefeiert. An der Zeremonie mit Kranzniederlegung nahmen Prinz Charles und Hollywoodstar Ralph Fiennes teil. Prinz Charles ehrte Dickens in einer Ansprache als "einen der größten Schriftsteller in englischer Sprache".

Der Prinz lobte Dickens für sein Werk und sein "kreatives Genie", mit dem er "leidenschaftlich" für soziale Gerechtigkeit eingetreten sei. Fiennes, der in der neuesten Verfilmung von Dickens Werk "Große Erwartungen" mitspielt, las Passagen aus Dickens' Roman "Bleak House". Auf der Rednerliste stand zudem Ur-Urenkel Mark Dickens.

Claire Tomalin, eine führende Dickens-Biografin, sagte, der britische Schriftsteller habe ein unvergleichliches Talent besessen. Nach Shakespeare sei Dickens der großartigste Erfinder von literarischen Charakteren gewesen. "Er wollte zeigen, dass gewöhnliche Menschen so interessant sind wie reiche, berühmte, große Leute. Das ist ihm gelungen und er war sogar lustig und brachte die Menschen zum Lachen", erklärte sie.

Beigesetzt wider Willen

Dickens, der schon als Mittzwanziger ein Star war, wurde mit den Jahren immer erfolgreicher und reiste für Lesungen sogar in die USA. Er war Vater von zehn Kindern und engagierte sich für ehemalige Prostituierte, denen er helfen wollte, ein neues Leben zu beginnen.

Der am 7. Februar 1812 im südenglischen Portsmouth geborene Dickens war gegen seinen zuvor erklärten Willen 1870 in der Westminster Abbey beigesetzt worden. Viel lieber hätte er im von ihm geliebten südostenglischen Kent seine letzte Ruhestätte gefunden. Zu den Werken des Schriftstellers gehören unter anderem auch "Oliver Twist" und "Eine Weihnachtsgeschichte" ("A Christmas Carol").

AFP
 
 
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