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"Muslimische Frauen sind die größten Unterdrücker der Töchter"

Die frühere Femen-Aktivistin Zana Ramadani glaubt die Ursache für Integrationsprobleme und die Radikalisierung von Muslimen erkannt zu haben: Es sind die Mütter. Im einem Interview bekräftigt sie ihre Thesen.

Zana Ramadani

Die Autorin und frühere Femen-Aktivistin Zana Ramadani 

Früher gehörte sie der radikalen Feministengruppe Femen an. Inzwischen ist Zana Ramadani ruhiger geworden. Die gebürtige Mazedonierin besitzt seit 2009 die deutsche Staatsbürgerschaft und engagiert sich in der CDU. Geblieben ist ihr Kampf gegen patriarchale Strukturen.

Zu dem Thema veröffentlichte sie im vergangenen Monat das Buch "Die verschleierte Gefahr - Die Macht der muslimischen und der Toleranzwahn der Deutschen". Darin macht sie die Ursache für Integrationsprobleme sowie die Radikalisierung junger Muslime in Deutschland vor allem an den muslimischen Müttern fest. Gleichzeitig kritisiert sie, dass viele Deutsche die Diskriminierung muslimischer Frauen als kulturelle Eigenart verharmlosen.

Zana Ramadani legt im Interview nach

In einem im Schweizer "Tagesanzeiger" veröffentlichten Interview bekräftigt die 33-Jährige noch einmal ihre Thesen. "Die Frauen sind die größten Unterdrücker der Töchter", sagte Ramadani der Tageszeitung. Aus diesem Grund müsse man bei der Integration vor allem bei den Frauen ansetzen, da ihnen in der muslimischen Welt die Aufgabe zukomme, die Familienehre zu erhalten.

Die Söhne muslimischer Mütter könnten sich dagegen alles herausnehmen. Sie würden zu Prinzen erzogen. "Sie werden verhätschelt, verwöhnt, bedient und damit letztlich zu Versagern erzogen." In einer Leistungsgesellschaft wie der unseren müssten sie zwangsläufig scheitern, da sie nie gelernt hätten, sich anzustrengen. Die Schuld daran gäben sie aber immer anderen, zum Beispiel der Lehrerin.

"Pegida auf Türkisch"

Ein großes Problem hat Zana Ramadani mit dem Kopftuch. Das stehe für Geschlechterapartheid. Historisch gesehen hatte das Kopftuch den Zweck, sittliche von unsittlichen Frauen zu unterscheiden. "Deshalb gelten westliche Frauen als Schlampen, die man anfassen darf." Wenn über Westler sprächen, sei das "Pediga auf Türkisch. Oder Albanisch oder Arabisch."

An den westlichen Mehrheitsgesellschaften kritisiert sie ein zu großes Verständnis für die patriarchalen Strukturen. Doch das sei kontraproduktiv: "Die Toleranten unter den Muslimen werden vor lauter westlicher Toleranz den Rechten unter den Muslimen ausgeliefert."


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