Herren mit ihren Sklaven, Lederstrapse, leicht bekleidete Menschen inmitten ostdeutscher Rentner: So sah das diesjährige Wave Gotik Treffen aus. Zum 20-jährigen Jubiläum der Veranstaltung pilgerten tausende Anhänger der Szene am Pfingstwochenende nach Leipzig.
Eine Herrin mit ihrer Sklavin an der Kette - so gehört sich das für ein zünftiges Wave Gotic Treffen, wie dem am Pfingstwochenende in Leipzig. Und weiter geht es die Straße entlang - schließlich gibt es auf dem düsteren Pfingstreffen einiges zu entdecken: So werden neben 200 Rock- und Elektrobands, Mittelaltermärkten, Friedhofsführungen und einem viktorianischen Picknick sogar ein Kurs in alten Stricktechniken geboten.
So manche Gleichgesinnte allerdings sind deutlich dezenter unterwegs: Ein wenig psychedelische Schimke, ein Lederarmband mit Metallspitzen, fertig ist das Outfit für das Wave Gotik Treffen. Und das schöne Wetter in Leipzig lässt so manch luftiges Outfit zu.
Während der ein oder andere Rentner mit seiner Frau auf Fahrradtour geht, machen Gruftis ein Päuschen in der Mittagssonne. Da bleibt eine gegenseitige interessierte Musterung selten aus. Doch es muss nicht immer schwarz und düster sein. Manche Teilnehmer könnten - was das Outfit angeht - auch einer Bauchtanzgruppe entsprungen sein.
Besonders Aufmerksamkeit erregend sind die vielen historischen Kostüme der Waver. Bunt, schrill und altertümlich kommen sie daher. Ausladende Reifröcke und aufwändige Frisuren bestimmen das Bild. Beim Kopfschmuck geben sich die Besucherinnen des Festivals viel Mühe. Ob Piratenschiff oder Totenschmuck - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Fünf Tage lang prägen die Gothics das Leipziger Stadtbild. Die Bewohner sehen das gelassen, sie kennen das Spektakel seit Jahren und lassen sich gerne mit den bunten Gestalten in der Innenstadt fotografieren.