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Seine amerikanische Phase

Acht Monate nach seinem tragischen Tod erscheint nun der zweite Teil der David-Bowie-Werkschau: "Who Can I Be Now? (1974-1976) dokumentiert seine "amerikanische Phase". Wir erinnern an sein Leben in Bildern.

David Bowie

Acht Monate nach seinem überraschenden Tod erscheint die zweite David-Bowie-Retrospektive "Who Can I Be Now? (1974–1976)", die insgesamt 13 CDs und zwölf LPs umfasst und die "amerikanische Phase" des britischen Sängers dokumentiert, in der sich Bowie vom bizarren Brit-Glamrocker zu einem auch in den USA erfolgreichen Superstar entwickelte.

Die Meldung von seinem Tod setzte die Musikwelt unter Schock. Gerade erst hatte Bowie mit "Blackstar" eines seiner besten Alben seit Langem veröffentlicht - am Tag seines 69. Geburtstags. Doch zwei Tage später erlag der Künstler seinem Krebsleiden. 

Acht Monate nach seinem Tod ist nun Teil zwei seiner Werkschau erschienen. "Who Can I Be Now? (1974-1976)" dokumentiert auf 13 CDs und 12 Vinyl-LPs die "amerikanische Phase" des britischen Sängers und zeigt seinen Weg vom bizarren Brit-Glamrocker zu einem auch in den USA erfolgreichen Superstar.
Der 1947 als David Robert Jones Geborene entstammt einer Mittelklasse-Familie, mit neun Jahren hörter er erstmals "Rock'n'Roll und war sofort infiziert. In den 60er Jahren spielte er in mehreren Londoner Musikgruppen. 1965 nahm er seine erste Single unter eigenem Namen auf, ein Jahr später gab er sich den Künstlernamen David Bowie.
1967 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum "David Bowie", das jedoch floppte. Im gleichen Jahr lernte er den Produzenten Tony Visconti kennen, mit dem er 1969 die Weltraumballade "Space Oddity" produzierte. Der Song wurde sein erster Hit.

Prototyp des androgynen Rockstars

In den 70er Jahren stieg David Bowie zum Star der Glam-Rock-Szene auf. Mit "Hunky Dory" veröffentlichte er 1971 sein erstes Meisterwerk. Sein kommerzieller Durchbruch wurde das nächste Album: 1972 veröffentlichte Bowie das Konzeptalbum "The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars". Bowie selbst schlüpfte bei den Konzerten in die Rolle des androgynen Rockstars Ziggy Stardust. Das Werk gilt heute als eine der stilbildenden Platten der 70er Jahre und hat einen festen Platz im Kanon der besten Rockalben aller Zeiten.

"Ziggy Stardust" hatte Bowie in die erste Liga der Musikwelt katapultiert. Er veröffentlichte 1973 und 1974 in kurzer Folge die Alben "Aladdin Sane", "Pinups" und "Diamond Dogs", die in den britischen Charts alle Platz 1 belegten. Bowie war nun ein Star und führte ein ausschweifendes Leben.

Mitte der 70er Jahre hatte Bowie einen ganz neuen Stil gefunden. Musikalisch orientierte er sich auf seinen Alben "Young Americans" und "Station to Station" am Soul. Und der Künstler selbst schlüpfte in ein neues Alter Ego: Der Thin White Duke war geboren. Bowie war in dieser Phase extrem abgemagert, ernährte sich nach eigener Aussage nur von "Chilis, Kokain und Milch".

David Bowie in Berlin

Der Superstar-Rummel, aber auch die Drogenprobleme führten dazu, dass David Bowie sich eine Weile zurückziehen wollte. Von 1976 bis 1978 lebte er in Berlin-Schöneberg. Sein direkter Nachbar: Iggy Pop. In dieser Zeit entstanden die Alben "Low" und "Heroes", die mit dem 1979 veröffentlichten Album "Lodger" zur Berlin-Trilogie gezählt werden und als seine besten Werke gelten.

1983 war Bowie auf dem Gipfel angekommen: Seine Single "Let's Dance" wurde ein weltweiter Hit und eroberte die Chartspitze in zahlreichen Ländern, darunter den USA und Großbritannien. Daneben feierte er auch als Schauspieler weitere Erfolge: Er wirkte in dem Film "Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence" von Nagisa Ōshima mit, der auf den Filmfestspielen in Cannes Premiere feierte.

Privat verlief seine Leben eher unspektakulär: 1992 heiratete Bowie in zweiter Ehe das Model Iman Abdulmajid. Aus der Beziehung stammt die 2000 geborene Tochter Alexandria Zarah. Das Paar lebt in New York, wo David Bowie am 10. Januar 2016 zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag verstarb.

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