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Im Streit über die DDR-Geschichte hat Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse seinen SPD-Parteikollegen Erwin Sellering verteidigt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident habe zu Recht positive Seiten angesprochen, sagte Thierse im stern.de-Interview. Die DDR sei auch "eine Notgemeinschaft der Bürger gegen ihren Staat" gewesen.
Der Stasi-Beauftragte Roland Jahn will sich dafür einsetzen, das Thema DDR im Schulunterricht stärker zu berücksichtigen.
Vor exakt 50 Jahren sagte der damalige DDR-Regierungschef Walter Ulbricht einen Satz für die Ewigkeit: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Er entpuppte sich als Lüge - wie so viele andere DDR-Phrasen, Losungen und Ankündigungen.
In seinem Spielfilmdebüt "Novemberkind" schlägt Regisseur Christian Schwochnow ein kaum berührtes Kapitel der DDR-Geschichte auf: Eine Mutter flieht in den Westen und lässt ihre sechs Monate alte Tochter zurück. Der erzählt man, die Mutter sei ertrunken - bis sie 25 Jahre später wieder auftaucht.
Kleine Überraschung am Rande: Mindestens 26 Mitglieder der Fraktion der Linkspartei wählten am Freitag den neuen Beauftragten der Stasi-Unterlagen-Behörde mit. Wer ist dieser Roland Jahn?
Der frühere Chef der DDR-Grenztruppen, Klaus-Dieter Baumgarten, hat in Berlin sein Buch "Die Grenzen der DDR" vorgestellt. Seine Absicht: "Die verzerrte Darstellung der DDR-Geschichte geraderücken".
Warum will die Linke den SPD-Präsidentschaftskandidaten Gauck nicht mitwählen? Im stern.de-Interview rechnet Oskar Lafontaine scharf mit Gauck ab. Und nennt mögliche Kompromisskandidaten.
Vom Duell zum Dreikampf: Während die Linke heute ihren eigenen Kandidaten ins Rennen um das Amt des Bundespräsidenten schicken will, gibt sich Christian Wulff kämpferisch. Die schwarz-gelbe Koalition lässt ohnehin nichts unversucht, um den Niedersachsen durchzuboxen.
Stalin war ein Massenmörder. Trotzdem zeigt Berlin seine Zitate - in goldenen Lettern. Die Litauische Journalistin Vytene Stasaityte, derzeit Mitarbeiterin im Berliner stern.de-Büro, traute ihren Augen nicht. Und fragte nach. Auch bei Klaus Wowereit und Hans Modrow.
Nutzt die Debatte um Ex-Stasi-Mitarbeiter im öffentlichen Dienst - oder schadet sie eher? Im Interview fordert Markus Meckel - Bürgerrechtler, DDR-Außenminister, heute SPD-Bundestagsabgeordneter - eine umfassendere Aufklärung darüber, welche Stasi-Leute heute in hohen Positionen sitzen. Meckel möchte hierzu auch das Stasi-Unterlagengesetz ändern.
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