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Die etwas andere Komödie

Nach "Vincent will Meer" und "Ziemlich beste Freunde" kommt nun eine Komödie um Menschen mit Behinderungen ins Kino. "Die Kunst sich die Schuhe zu binden" war in Schweden ein großer Erfolg.

Behinderte brauchen oft Hilfe. Das ist klar. Doch die schwedische Komödie "Die Kunst sich die Schuhe zu binden" zeigt, dass ein Zuviel an Hilfe auch mehr an Beschränkung denn Selbstständigkeit bringen kann. Der Film besticht mit viel Witz und einer großen Authentizität. Die rührt vor allem daher, dass er auf einer wahren Geschichte beruht: Das in Schweden sehr bekannte Behinderten-Theater "Glada Hudik" ging einst aus einer Gruppe von betreuten Behinderten, die sich hier zum Teil selbst spielen, hervor.

Im Zentrum der Geschichte steht der nichtbehinderte Alex. Der Mittdreißiger durchlebt eine Krise. Privat läuft alles schief. Beruflich sieht es nicht besser aus. Es gibt keinen Job für den Schauspieler. Das Arbeitsamt schickt ihn in eine Einrichtung mit dem Namen "Paradies". Hier werden Erwachsene mit geistigen Behinderungen betreut. Doch diese Betreuung besteht fast nur aus Routine. Das will Alex ändern. Dabei eckt er rasch an.

Ein paar Streicheleinheiten, einige kleinere Holzarbeiten und immer wieder Übungen zum Binden der Schuhe - das ist mehr oder weniger alles, was den Schützlingen im "Paradies" geboten wird. Gehandelt wird nach dem Motto "Geduld und Struktur sorgen für Ordnung". Alex aber erkennt das schauspielerische und vor allem musikalische Potenzial der Betreuten und will mit ihnen zu einer Casting-Show nach Stockholm fahren.

Lebensnah und ohne Sentimentalität

Ein wesentlicher Konflikt der Geschichte resultiert daraus, dass die Eltern der Behinderten keineswegs froh sind über die Initiative von Alex. Besonders einer der Väter hat Angst, dass die Kinder zur Schau gestellt werden. Er fordert die Entlassung von Alex. Die Szenen dazu sind von großer Intensität und geben dem Film eine schöne Wahrhaftigkeit. Hier wird nicht, wie oft zu erleben, im Handumdrehen aufs Happy End zugesteuert.

Für die Synchronisation konnten übrigens auch Mitglieder des in Berlin ansässigen, sehr erfolgreichen Behinderten-Theaters "Ramba Zamba" gewonnen werden. Dadurch wirkt die deutsche Fassung wie das schwedische Original ungemein lebensnah und lässt nie auch nur einen Anflug von Sentimentalität aufkommen.

Die Reihe von Kino-Komödien mit behinderten Helden ist lang. "Vincent will Meer" und "Ein Tick anders" aus Deutschland, "Hasta la vista" aus Belgien und "Ziemlich beste Freunde" aus Frankreich sind wohl die erfolgreichsten in den vergangenen Jahren. "Die Kunst sich die Schuhe zu binden", in Schweden ein großer Erfolg, dürfte die Erfolgsserie nun auch hierzulande fortsetzen. Denn dem Witz, der Selbstironie und der Herzensgüte der Geschichte und der Akteure kann sich wohl kaum jemand entziehen.

Peter Claus, DPA/DPA

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