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Kritisches Gesellschaftsbild mit Todesfall

In "Gosford Park" erzählt Robert Altman mit schönen Bildern und herausragenden Schauspielern eine gleichermaßen unterhaltsame wie gesellschaftskritische Story.

"Ich habe bisher in fast jedem Genre gearbeitet, doch noch keinen Murder-Mystery-Film gedreht. Ich nutze gerne diese traditionellen Formen, um sie dann aber gegen den Strich zu bürsten und einen neuen Blick auf sie zu werfen", sagt Robert Altman über den 74. von ihm inszenierten Spielfilm. Genau das macht den Reiz des Filmes aus, der klassische Krimispannung bietet und einen für Altman typischen ironischen Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse wirft.

Satirische Gesellschaftsbetrachtung

Die Geschichte spielt Anfang der 30er Jahre auf einem vornehmen britischen Landsitz. Etwa ein Dutzend Vertreter der High Society und deren unübersichtlich zahlreiche Dienerschar sehen sich in bester Agatha-Christie-Manier mit einem Mord konfrontiert. Die Aufklärung des Falles überrascht mit vielen irrwitzigen Wendungen und Finten. In der Hauptsache aber ist der Film eine detailfreudige, satirische Spiegelung des Lebens »upstairs« und »downstairs«, also in den höheren und niedrigeren Gesellschaftsschichten.

Parallelen zu früheren Filmen

Altman lässt keinen Zweifel daran, wem seine Sympathie gehört. Er ist den Vielen zugeneigt, die unentwegt im Schatten arbeiten, damit einige Wenige umso glanzvoller leben können. »Gerade das ist ja so spannend, denn wenn dort etwas aufreißt, gehen die Risse sehr tief. Und dort hinein zu leuchten, ist sehr aufschlussreich«, sagt Altman. Der Film schließt damit inhaltlich und gestalterisch an frühere Werke an, beispiels wie »MASH« (1970), »Buffalo Bill und die Indianer« (1976) und »Short Cuts« (1993).

Wie in früheren Filmen präsentiert der Regisseur eine Reihe hochkarätiger Schauspielstars in großen und kleinen Rollen. Angeführt wird das Ensemble von den britischen Charakterdarstellern Kristin Scott Thomas, Maggie Smith und Alan Bates. Altman stellte dieses Mal besonders hohe Ansprüche: Nahezu alle Szenen wurden von zwei Kameras sowie Dutzenden Mikrofonen aufgenommen, und die Akteure mussten häufig improvisieren.

Damit erreicht der Film eine ungewöhnliche Authentizität. Für viele Darsteller war es eine neue Erfahrung. »Es war für mich eine der bereicherndsten Arbeiten meiner bisherigen Laufbahn. Ich habe viel gelernt«, sagt Kristin Scott Thomas. Und sie fügt hinzu: »So viel Vergnügen beim Drehen ist selten. Und ich denke, dass sich dieses Vergnügen unmittelbar auf die Zuschauer überträgt.«

Peter Claus/DPA

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Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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