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Demi Moore und Miley Cyrus als Streithennen

Eltern merken es oft als Letzte, wenn Kinder erwachsen werden. Gerade spielten sie noch im Sandkasten, wie sollen sie da schon bereit für die erste Liebe sein? Jugendliche selber sehen das ganz anders. Und so gibt es jede Menge Zoff, wie im Film "LOL - Laughing Out Loud".

  Manchmal wollen selbst Streithennen nur kuscheln: Miley Cyrus und Demi Moore in "LOL"

Manchmal wollen selbst Streithennen nur kuscheln: Miley Cyrus und Demi Moore in "LOL"

Teenie-Mädchen und ihre Mütter - das bietet unerschöpflichen Stoff für jede Menge Dramen. Vor allem, wenn noch die Liebe ins Spiel kommt, so wie in der Komödie "LOL - Laughing Out Loud" von Lisa Azuelos. Demi Moore und Miley Cyrus erleben darin als Mutter und Tochter die Höhen und Tiefen des Familienlebens, von heftigen Streits bis hin zur tränenreichen Versöhnung. Ein bester Freund, ein verliebter Polizist und die Angst vor "dem ersten Mal" stiften zusätzliches Chaos.

"LOL" ist ein Remake des gleichnamigen französischen Streifens von 2009 mit Sophie Marceau und Christa Theret, ebenfalls von Azuelos. Die US-Variante wirkt zwar sehr viel glatter und die Mädchen sind vielleicht etwas zu gestylt. Doch insgesamt ist es Azuelos gelungen, den französischen Charme in die US-Variante hinüberzuretten.

Miley darf zum Biest werden

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, genannt Lol. Nachdem sie ihr letzter Freund schmählich verlassen hat, entdeckt sie nun ihre Gefühle für ihren besten Freund Kyle (Douglas Booth). Doch sie hat Angst, denn sie ist noch Jungfrau und befürchtet, er könnte sie für ihre sexuelle Unerfahrenheit auslachen. Außerdem ist da immer die überaus hübsche Zicke Ashley (Ashley Greene), die Kyle umgarnt. Ihre Mutter Anne hat von diesen Gedanken ihrer Tochter keine Ahnung. Sie hält sie noch für das kleine Mädchen von einst und ist mehr mit ihren eigenen Liebesproblemen beschäftigt, etwa mit ihrem Ex-Mann oder dem smarten Polizisten James (Jay Hernández). Doch dann bekommt Anne zufällig Lolas Tagebuch in die Hände und sie ist entsetzt.

Teenie-Star Miley darf in dem neuen Film richtig austeilen, während Demi Moore sehr viel einstecken muss. "Das Gelaber von euch alten Leuten interessiert uns nicht so", wirft Lola ihrer Mutter an den Kopf. Die Eltern als Versorger: Sie haben die Cola und die Chips für die Party zu stellen, das Geld für coole Klamotten und den nötigen Rückhalt, wenn doch mal alles schief läuft. Ansonsten soll bitte jeder sein eigenes Ding machen, und schon gar nicht blöde Fragen stellen, etwa "Wie war Dein Tag?". Die Antwort der Teenie-Tochter, ebenso frustrierend wie verständlich: "Gott, Du willst immer alles wissen!" Wie gut, dass es da noch die Großmutter (Marlo Thomas) gibt, die immer wieder zwischen beiden vermittelt.

Geld für die Tochter. Tränen für die Mutter. Marihuana für alle

Miley Cyrus und Demi Moore spielen ihre Rollen mit viel Hingabe und Begeisterung. Während Moore aus ihrer Erfahrung als Mutter dreier Töchter schöpfen konnte, fühlte sich Cyrus in vielen Szenen an die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter erinnert. "Ich bin meiner Mom sehr nah, sogar sehr, sehr nah", erzählte sie. "Doch trotz aller Liebe bekämpfen wir uns manchmal wie verrückt." Aber Cyrus ist längst nicht mehr der kindliche Teenager, als der sie in der Fernsehserie "Hannah Montana" für Furore sorgte. Das macht auch ihr neuer Film deutlich. Nicht nur, dass hier alle heimlich Marihuana rauchen und Kondome austauschen. Lola alias Miley hat sogar eine Bettszene beim ersten, unbeholfenen Liebeskuscheln mit Kyle.

Dass der Film die Probleme zwischen Müttern und Töchtern so auf den Punkt bringt, liegt sicher auch an den eigenen Erfahrungen der Regisseurin. Auf der 16. Geburtstagsparty ihrer eigenen Tochter durfte sie sich nicht blicken lassen. Während die Jugendlichen hinter verschlossenen Türen feierten, kamen der Mutter die Tränen. "Ich weinte und dachte: Was passiert hier gerade? Meine Tochter ist kein Baby mehr!"

Von Cordula Dieckmann/DPA/DPA
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