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Warum Megan Fox das einzig Richtige getan hat

Das Nichts in "Transformers 3" ist so laut, grell und milliardenschwer, dass man fast philosophisch werden möchte. Aber das Über-Franchise hat auch ein paar ganz pragmatische Probleme.

Von Sophie Albers

  Model Rosie Huntington-Whitely ersetzt Megan Fox

Model Rosie Huntington-Whitely ersetzt Megan Fox

"Transformers 3" ist alles, wovor unsere aufgeklärten Eltern uns immer gewarnt haben. Oberflächlich, sexistisch, homophob, anti-intellektuell und unfassbar konservativ. Der dritte Teil dieser milliardenschweren, von Steven Spielberg produzierten Reihe über martialisches Spielzeug extraterrestrischen Ursprungs ist ein zusammengezapptes Konstrukt aus Zitaten, Bildern und Anspielungen, von denen sich keine einzige an das Original erinnert. Und so macht sich am Ende einer durchaus beeindruckenden Effekte- und Materialschlacht eine alles verschlingende Leere breit, in der jede noch so gute Idee des Zweieinhalb-Stunden-Films einfach verschwindet.

Man könnte argumentieren, dass Michael Bays erfolgreiche Bumm-Bumm-Ästhetik (Teil 1 und 2 haben weltweit mehr als 1,5 Milliarden Dollar eingespielt) eben nur pubertierenden Jungs verständlich ist. Allerdings ist gleich zu Beginn die Musik der Rockopas U2 zu hören, und welcher pubertierende Junge kennt die denn bitte noch? Auch dass Schauspiel-Größen wie John Malkovich und Frances McDormand dazugestoßen sind, ist schlicht unbegreiflich - und ein Gegenbeweis. Bay hatte offensichtlich Ambitionen, und "Transformers 3" fängt auch wirklich gut an.

Warum wir zum Mond geflogen sind

Es geht um nicht weniger als die Umdeutung von Weltgeschichte: Der Wettlauf zum Mond zwischen den USA und Russland wird damit erklärt, dass auf der "dunklen Seite" Aliens gelandet sind. Genauer gesagt ein Autobot-Raumschiff. Das sind die riesigen, formwandelnden Roboter, mit denen sich der milchgesichtige Antiheld Sam Witwicky (Shia LaBeouf) in den ersten beiden Teilen angefreundet hat.

Diese Autobots haben Feinde: die ebenfalls aus extremfaltbarem Metall gefertigten Decepticons. Während die Autobots sich nach Zerstörung ihres Heimatplaneten mit den Menschen arrangiert haben, streben die bösen Roboter - und selbstredend auch ein paar böse Menschen - nach der Weltherrschaft. Und zu deren Erlangung ist wiederum das Ufowrack auf dem Mond wichtig. Mehr sei nicht verraten, falls Sie sich "Transformers 3" doch noch antun wollen.

  Beeindruckende Effekte- und Materialschlacht: "Transformers 3"

Beeindruckende Effekte- und Materialschlacht: "Transformers 3"

Ohne Megan Fox

Große Neuerung neben der derzeit handelsüblichen Umsetzung in 3D (Bay wurde von James Cameron unterstützt, der lapidar meinte: "Es ist das neue Spielzeug") ist die Neubesetzung der Freundin von Sam. Nachdem das brünette, fragile Sexsymbol Megan Fox gegangen ist (ob nun freiwillig oder nicht), hat Bay sich gleich ein Unterwäsche-Model besorgt.

Rosie Huntington-Whiteley ist ein blendend-blondes Dauerversprechen für die hormonell verwirrte Zielgruppe. Eine Frau, die einen Sam außerhalb des Bay-Universums nicht mal mit dem wohlgeformten Hintern angucken würde. Schließlich ist der ohne Job und ohne Perspektive, muss er doch für sich behalten, dass er bereits zwei Mal die Welt gerettet hat. "Ich will etwas von Bedeutung tun", sagt er immer wieder.

Eine Forderung, die man auch an den Film richten möchte.

"Transformers 3" kommt am 29. Juni in die Kino

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