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24. Oktober 2001, 13:39 Uhr

Ein Chinese schlägt sich durch Paris

»Kiss of the Dragon« soll asiatische Prügelqualitäten mit westlichem Ambiente verbinden. Luc Besson hat das Drehbuch geschrieben. Da kann ja eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.

Jet Li zeigt sich schlagfertig

Der chinesische Fahnder Liu Jian reist nach Paris, um mit Hilfe französischer Polizei einen chinesischen Drogenbaron festzunehmen. An seinem Handgelenk trägt er ein Armband mit seltsamen Nadeln. Eine Geheimwaffe, so vielseitig wie ein Schweizermesser - doch erst am Schluss, beim furiosen Showdown, erfährt man, wie toll die Nadeln sind und was es mit dem Filmtitel »Kiss of the Dragon« auf sich hat.

Prügelorgie

Das ist dann auch die intellektuell anspruchvollste Szene dieses Actionfilms. Dazwischen reiht sich eine Prügel- und Mordnummer an die andere, schamhaft verknüpft durch eine so genannte Story. So simpel könnten sensible Zuschauer, deren Sehgewohnheiten nicht mit den immer brutaler werdenden Actionfilmen mitzuhalten vermögen, diesen Streifen beschreiben, aber für die ist »Kiss of the Dragon« nicht gemacht.

Asiatischer Kampfsportfilm für westliches Publikum

Es handelt sich, nach dem Erfolg von »Tiger & Dragon«, einfach um einen weiteren Versuch, die so erfolgreichen asiatischen Kampfsportfilme für ein junges westliches Publikum genießbar zu machen. Der Tribut an diesen Publikumsgeschmack ist der hohe Verbrauch an Kunstblut und das Zurschaustellen fantasievoller Tötungsarten. Und ein höherer Produktionsaufwand, den man dem Film auch ansieht.

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