Hitchcock drehte im Laufe seiner Karriere mit nahezu allen großen Schauspielern seiner Zeit: James Stewart, Cary Grant, Henry Fonda, Grace Kelly, Sean Connery, Paul Newman, Anthony Perkins, Joseph Cotten, Charles Laughton, Ingrid Bergman, Doris Day, Gregory Peck oder Julie Andrews, um nur einige zu nennen. Auch deutsche Schauspier kamen in den Genuss einer Zusammenarbeit: Neben Marlene Dietrich zählen dazu Günter Strack, Hansjörg Felmy und Wolfgang Kieling.
Auch in anderen Bereichen holte sich Hitchcock stets die Besten der Zunft: Techniker, Kameramänner, selbst bei der Gestaltung der Vorspänne arbeitete er nur mit Profis zusammen. Berühmt geworden ist auch die Musik zu vielen seinen Filmen: Lange Jahre arbeitete er mit dem Komponisten Bernhard Hermann zusammen, der ein kongenialer Partner war und dessen Scores einen großen Anteil an der Wirkung der Filme hatten.
Hitchcock besetzte die weiblichen Hauptrollen bevorzugt mit blonden Frauen. Lange war er auf den Typ der kühlen, unnahbaren Blondine fixiert. Grace Kelly war für ihn der Protoyp dieser "kühlen Blonden". Doch nachdem diese Fürst Rainier von Monaco geheiratet und sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte, musste er sich neue Schauspielerinnen suchen. Er fand Kim Novak, Eva Marie Saint, Janet Leigh und Tippi Hedren. Doch in seinen späten Jahren wurde er im Umgang mit diesen Frauen immer obsessiver. Er mischte sich in das Privatleben der Schauspielerinnen ein, bestimte deren Garderobe und Styling auch jenseits des Filmsets und unternahm in einigen Fällen Annäherungsversuche.
Auch vor der Kamera verlor Hitchcock irgendwann jegliches Maß. Bei dem berühmten Duschmord in "Psycho" ließ er Janet Leigh vor der Kamera brutal hinrichten. Tippi Hedren quälte er bei den Dreharbeiten zu "Die Vögel": In einer Szene sollte sie in einen Raum gehen, der vollbesetzt war mit Vögeln. Zwei Männer in Schutzanzügen schleuderten lebendige Vögel in ihre Richtung. Diese Szene wurde eine ganze Woche lang gedreht. Immer wieder hackten Vögel nach ihr. Ein Vogel verfehlte ihr linkes Auge nur knapp und verpasste ihr eine tiefe Fleischwunde. Danach erlitt sie einen Nervenzusammenbruch.
Trotzdem drehte sie einen weiteren Film mit derm Regisseur: In "Marnie" machte der Regisseur sie 1964 zum Opfer einer brutalen Vergewaltigung - eine solche Szene hatte es im Film bis dato nicht gegeben. Immer stärker flossen Hitchcocks eigene sexuellen Obsessionen in seine späteren Filme ein. Sein Alkoholkonsum nahm überhand. Auch sein letzter Triumph "Frenzy" aus dem 1972 zeichnete sich durch extrem brutale Frauenmorde aus, denen die Kamera lustvoll zuzusehen scheint.
Im Jahr 1979 wurde Hitchcock doch noch eine der größten Ehrungen der Filmbranche zuteil: Das American Film Institute zeichnete ihn mit dem AFI Life Achievement Award aus. 13 Monate später, am 29. April 1980, war er tot.