In den folgenden Jahren war er nur selten in Filmen zu sehen. 1977 engagierte ihn der deutsche Regisseur Wim Wenders für seine Patricia-Highsmith-Verfilmung "Der amerikanische Freund", Hopper ist in der Rolle des Tom Ripley zu sehen.
Francis Ford Coppola engagierte Hopper für zwei Filme. In "Apocalypse Now" spielte Hopper einen durchgeknallten Fotojournalisten - eine Rolle, die seinem realen Zustand damals ziemlich nah gekommen sein dürfte. 1983 spielte Hopper dann in "Rumble Fish" einen Alkoholiker - auch diese Rolle entsprach seinem Leben jener Jahre.
1986 gelang Dennis Hopper ein glänzendes Comeback: In David Lynchs verstörendem "Blue Velvet" brillierte er als psychopathischer Killer Frank Booth, der seine Umwelt sadistisch quält und seine sexuellen Perversionen an einer Frau auslebt, deren Kind er entführt hat. Offenbar war Hoppers Ruf Mitte der 80er Jahre so lädiert, dass es keine glaubwürdigere Besetzung für diese Rolle gab.
Doch inzwischen hatte Dennis Hopper seine Dämonen erfolgreich bekämpft. 2007 sagte er in einem Interview mit "Vanity Fair": "Seit 24 Jahren nehme ich keine harten Drogen mehr, auch keinen Alkohol". Trotz des erfolgreichen Entzugs blieb Hopper bei seinen Filmrollen auch weiterhin auf Fieslinge abonniert. 1994 spielte er in dem Kassenschlager "Speed" den Bombenterroristen Howard Payne.
Neben der Schauspielerei konzentrierte sich Hopper auf die Kunst. 2001 zeigte das Stedelijk Museum Amsterdam eine 170 Werke umfassende Retrospektive seiner Arbeiten. Dazu gehören Assemblagen aus den 60er Jahren, etwa 120 Schwarz-Weiß-Fotos, Gemälde aus den 80er und 90er Jahren, sowie Plakate und Wandcollagen aus jüngerer Zeit.
Privat segelte Hopper lange Jahre in ruhigeren Wassern. Seit 1996 ist er mit seiner fünften Ehefrau Victoria Duffy verheiratet, die beiden galten lange Zeit als Traumpaar. Doch im Januar 2010 hat Hopper überraschend nach 14 Jahren Ehe die Scheidung eingereicht. Grund: "unüberbrückbaren Differenzen". Das Paar hat eine Tochter. Daneben ist Hopper ist Vater von zwei weiteren Töchtern und einem Sohn. Und die ließen ihn auch am Ende nicht allein. In seinen letzten Stunden daheim im kalifornischen Venice bei Los Angeles sei er von der Familie und engsten Freunden umgeben gewesen, gab ein Vertrauter der Familie bekannt.