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12. Februar 2008, 14:38 Uhr

Yvonne aus Erfurt wird Romy

In ganz Europa wurde gecastet, selbst "Oscar"-Preisträgerin Jody Foster war interessiert - doch eine Ostdeutsche setzte sich durch. Yvonne Catterfeld spielt die Rolle der Romy Schneider in der deutsch-französischen Ko-Produktion "Eine Frau wie Romy".

Jetzt ist es amtlich: Yvonne Catterfeld spielt Romy Schneider© Sascha Schürmann/ddp

Romy Schneider ist seit 26 Jahren tot, doch nun steht ihrer Wiederauferstehung nichts mehr im Wege: Mit der 28-jährigen deutschen Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld ist die Frau gefunden worden, die in dem deutsch-französischen Filmprojekt "Eine Frau wie Romy" nichts weniger als einen weiblichen Mythos verkörpern soll. Auf einer Pressekonferenz im prachtvollen Ballsaal eines Berliner Luxushotels wurde am Dienstag am Rand der Berlinale das Geheimnis um die Besetzung dieser begehrten Rolle gelüftet.

Zwar hatte eine große Boulevardzeitung schon vorab gemeldet, dass die Wahl nach umfangreicher Suche in ganz Europa auf die gebürtige Erfurterin gefallen war. Doch als Yvonne dann ganz in Schwarz den Raum betrat, bestand kein Zweifel mehr: Diese junge Schauspielerin erfüllt nicht nur äußerlich alle Voraussetzungen, um diese schwierige Herausforderung zu bewältigen. Denn zuvor hatte Regisseur Josef Rusnak eindrucksvolle Ausschnitte der Probeaufnahmen mit Catterfeld gezeigt, in denen sie als Romy in verschiedenen Lebensstationen agierte. Durchaus treffend gestand die Auserwählte, vor einer "wahnsinnig großen Aufgabe" zu stehen und versprach: "Ich werde alles geben."

Weniger wird allerdings auch nicht möglich sein. Denn in Deutschland wie in Frankreich wird wohl keine Schauspielerin so kritisch unter die Lupe genommen werden wie diejenige, die links und rechts des Rheins ein Kinoidol war und ist. Rusnak, der seit vielen Jahren meist in Hollywood arbeitet, gab preis, dass vor allem die französischen Partner darauf gedrungen hatten, eine deutsche Darstellerin für die Titelrolle der 23-Millionen-Euro teuren Produktion zu finden, für den Regisseur ein "Herzensprojekt".

"Ich will keinen Mythos zerstören"

Für den Berliner Produzenten Douglas Welbat, der auch das Drehbuch entwickelte, soll der Film nicht nur das gesamte 43-jährige Leben der Schauspielerin umfassen, sondern zugleich ein "Sitten- und Zeitgemälde" werden. Alle Beteiligten legten großen Wert darauf, sich Romy Schneider nur anzunähern, aber sie nicht "kopieren" zu wollen. Denn Catterfeld "will keinen Mythos zerstören".

Ausdrücklich einverstanden mit dem Film, der im Herbst 2009 auf die Leinwände kommen soll, sind nach Angaben des 77-jährigen französischen Produzenten Raymond Danon Romys Ex-Mann Daniel Biasini und die gemeinsame Tochter Sarah. Danon selbst entwickelte früher etliche Filme mit Romy. Zwar hätte auch Sarah die Rolle schon wegen der Ähnlichkeit übernehmen können. Doch das wollte die inzwischen 30-jährige schon deshalb nie, weil sie ohnehin noch immer im Schatten der berühmten Mutter steht.

Catterfeld, dieser Eindruck drängte sich auf, könnte sowohl die noch ganz junge Romy, die mit den "Sissi"-Filmen ganz Europa verzauberte, wie die reife, vom Leben erschöpfte und ihr Leben verzehrende Frau glaubwürdig darstellen. Wenn der einstige TV-Serienstar das packt, stehen Catterfeld alle Türen offen. Die Erfurterin und die Macher von "Eine Frau wie Romy" haben sich viel vorgenommen, vielleicht auch zu viel.

AP

 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
a.lie (14.02.2008, 13:12 Uhr)
Egal...
... ob Osten, Westen, Norden, Süden. Was soll die deplacierte bemerkung "..eine Ostdeutsche stzt sich durch."? Das ist unteres Bildzeitungsniveau.
JuergenDI (12.02.2008, 15:38 Uhr)
Kann da nur Zustimmen
Catterfeld ist diejenige, die mir am wenigsten eingefallen wäre für die Rolle der romy Schneider. Es gibt wesentlich bessere Schauspielerinnen, die wesentlich mehr Ausstrahlung haben und viel besser in die Rolle gepasst hätten.
baetelsmann (12.02.2008, 15:23 Uhr)
Warum nicht...
...Marie Bäumer?
Mir ist es ein Rätsel, wie Catterfeld, dieses Sängerin- und Schauspielersubstitut, jemanden wie Romy Schneider auch nur ansatzhaft wiedergeben soll.
Warum müssen wir in Deutschland für derartige Filme aber auch immer die allerunfähigsten verpflichten?
Ist es der von den Produzenten antizipierte "Promi"-Faktor?
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