Kurz vor der Oscar-Verleihung hat der US-Schauspielerverband SAG Halle Berry und Russell Crowe als beste Schauspieler des Jahres mit Actor-Awards ausgezeichnet.

Russell Crowe gilt jetzt als Oscar-Favorit© dpa
Bei der letzten großen Filmpreisverleihung vor den Oscars am 24. März sind Halle Berry und Russell Crowe vom amerikanischen Schauspielerverband (SAG) als Favoriten ins Rennen um die Hollywood-Auszeichnungen geschickt worden. Sie bekamen in der Nacht zum Montag die Actor-Preise für herausragende Leistungen als Hauptdarsteller. Der Actor Award für die beste Ensemble-Leistung ging an das Schauspieler-Team des Films »Gosford Park«. Mit den teils überraschenden Entscheidungen der mehr als 98.000 SAG-Mitglieder wurde zwei Wochen vor der Vergabe der Oscars manche Vorhersage wieder in Frage gestellt.
Fotoshow - Halle Berry
Crowe konnte zwar in der Rolle des schizophrenen Nobelpreisträgers John Nash in »A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn« seine Favoriten- Position für den Hauptdarsteller-Oscar weiter stärken, doch für viele überraschend setzte sich Berry gegen die bislang als stärkste Anwärterin auf den Academy Award gehandelte Sissy Spacek (»In the Bedroom«) durch. Zudem zeigte die Mehrheit der amerikanischen Schauspieler, dass sie die beiden großen Oscar-Konkurrenten »Der Herr der Ringe - Die Gefährten« und »A Beautiful Mind« für weniger preiswürdig hält als Robert Altmans »Gosford Park«.
Für ihre Rolle in dem Gesellschaftskrimi im britischen Adelsmilieu der 30er Jahre erhielt zudem Hellen Mirren in der Rolle einer Hausangestellten den Actor-Preis für die beste Nebendarstellerin. Das ebenfalls für den Oscar nominierte Musical »Moulin Rouge« mit Nicole Kidman ging leer aus, nachdem es der amerikanische Produzenten-Verband erst kürzlich zum besten Film des Jahres gewählt hatte. Ian McKellen wurde als bester Nebendarsteller für seine Verkörperung des Zauberers Gandalf in »Der Herr der Ringe« ausgezeichnet.