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Er macht fast so lange Filme, wie es die Berlinale gibt: Der große polnische Regisseur Andrzej Wajda ist mit dem Ehrenbären ausgezeichnet worden - eine triumphale Rückkehr an das für ihn bedeutsame Berlin.
Die acht Mitglieder der Jury der Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen fest. Neben Jury-Präsident Constantin Costa-Gavras wird sich unter anderem Hollywoodschauspielerin Diane Krüger in Filmen vergraben müssen. Und auf dem roten Teppich wird es voll und laut.
Russland bemüht sich offenbar weiterhin, die traditionell belasteten Beziehungen zu Polen zu verbessern.
In die Trauer mischt sich Ärger: Die geplante letzte Ruhestätte für den verunglückten polnischen Präsidenten sorgt für Proteste. Viele Landsleute finden, Lech Kaczynski sei eines Platzes neben den toten Königen nicht würdig.
Das fragile Verhältnis zwischen Polen und Russland wird auf eine neue Probe gestellt: Das Unglück von Smolensk könnte die Beziehungen erneut belasten. Moskau tut alles, um das zu verhindern.
Zum 70. Mal jähren sich in diesen Tagen die Massenmorde von Katyn: Damals erschoss der sowjetische Geheimdienst fast 15.000 kriegsgefangene polnische Offiziere. Als die Deutschen später einen der Tatorte entdeckten, entfachte Joseph Goebbels eine europaweite Propaganda. Jahrzehntelang bestritten die Sowjets ihre Verantwortung für das Verbrechen.
Der in der Schweiz verhaftete Regisseur Roman Polanski will eine Auslieferung in die USA mit aller Macht verhindern. Beistand bekommt der Star-Regisseur nicht nur von Kollegen aus aller Welt, sondern auch von höchster politischer Ebene.
Bei der 59. Berlinale hat sich das bewährte Konzept durchgesetzt: Während des Festivals stehen die großen Hollywood-Stars im Mittelpunkt, die Preisverleihung gehört dann dem Weltkino. Davon profitierte auch ein deutscher Film.
Vom 5. bis zum 15. Februar ist Berlin Zentrum des internationalen Films. Im offiziellen Wettbewerb stehen 26 Filme, darunter Werke von Regiegrößen wie Stephen Frears, François Ozon oder Andrzej Wajda. Auch deutsche Filmemacher sind im Wettbewerb vertreten.
Gleich zwei Produktionen mit deutscher Beteiligung gehen dieses Jahr ins Rennen um den Preis für den besten ausländischen Film. Insofern stehen die Chancen für ein kleines "Wir sind Oscar"-Gefühl hierzulande gar nicht schlecht.
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