Selma Hayek, Céline Dion und Felix Baumgartner - bei der Verleihung des Bambi war wie immer viel nationale und internationale Prominenz zu bestaunen. Daneben gab es auch ernste Momente.
Es gab viel Glitzer und Glamour, aber es ging auch um Themen wie Gewalt und Integration: Ebenso wie Schauspieler und Musiker standen beim diesjährigen Medienpreis Bambi zwei Gewaltopfer aus Berlin im Mittelpunkt. In der Kategorie "Integration" ausgezeichnet wurde der Rabbiner Daniel Alter, der Ende August überfallen worden war. Auch die Schwester des Berliner Prügelopfers Jonny K. bekam am Donnerstagabend in Düsseldorf ein goldenes Rehkitz. Der 20-Jährige war Opfer einer tödlichen Attacke auf dem Berliner Alexanderplatz geworden.
Nicht weniger bewegte der Auftritt einer 83 Jahre alten Lepra-Ärztin. Die deutsche Nonne Ruth Pfau erhielt die Trophäe in der Kategorie "Stille Helden". Sie gilt als "Mutter Theresa der Lepra-Kranken" in Pakistan. Und tatsächlich wurde es bei den rund tausend festlich gekleideten Gästen im Düsseldorfer Congress Center ganz leise, als Ruth Pfau auf die Bühne trat und sagte, dass sie eigentlich zu einer ganz anderen Welt gehöre.
Diesmal sollte die Bambi-Gala deutlich harmonischer über die Bühne gehen als im vergangenen Jahr. In Wiesbaden hatte sich an der Vergabe des Integrations-Bambis an Skandal-Rapper Bushido ein heftiger Streit entzündet. Ihm war Frauen- und Schwulenfeindlichkeit vorgeworfen worden.
Oben: Hollywood-Star Selma Hayek nimmt ihren Bambi von Schauspieler Thomas Kretschmann entgegen.