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George Clooney wird wütend – und trifft Merkel

So sauer hat man George Clooney selten gesehen: Der Schauspieler reagierte zynisch, als ihm auf der Berlinale eine Journalistin mangelndes soziales Engagement vorwarf.

George Clooney auf der Berlinale

George Clooney wirkte auf der Berlinale-Pressekonferenz nicht immer glücklich.

"Was tun Sie denn bitte konkret für Flüchtlinge? Das würde ich wirklich gerne wissen!", ruft George Clooney sichtlich verärgert. Der Hollywoodstar ist sauer. Eben hat ihm eine Journalistin auf der Berlinale vorgeworfen, sich nicht genügend sozial zu engagieren. Warum er noch keinen Film über die aktuelle Flüchtlingskrise gemacht habe, er sei doch eine Person mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit, hatte sie gefragt.

Clooney fühlte sich offenbar so angegriffen, dass er fast schon trotzig reagierte. Zu seiner Verteidigung soll gesagt sein: Er hatte kurz zuvor erwähnt, dass er seinen Europa-Besuch auch für Politisches nutzen will. Am Freitag steht ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf seinem Terminplan, auch Flüchtlinge sollen dabei anwesend sein. Auch die Frage, ob es eine Fortsetzung des Politthrillers "Syriana" geben werde, hatte er noch geduldig beantwortet. "Das ist schwierig zu sagen. Als Filmemacher reagieren wir eher, anstatt ein Thema vorzugeben. Und es braucht gute Drehbücher. Ich will zum Beispiel schon lange einen Film über die Situation im Sudan machen", so Clooney. 

George Clooney stellt Berlinale-Film vor

Trotzdem: Das abschätzige Augenrollen und die zynischen Kommentare passten so gar nicht zum Sonnyboy-Image des Stars. Selbst als die Fragestellerin ihm schließlich von der Flüchtlingshilfe in ihrer Heimat erzählte, ließ er sie genervt auflaufen. Eigentlich sollte George Clooney in Berlin nur seinen aktuellen Film "Hail, Caesar!" vorstellen. Die lockere Komödie der Coen-Brüder eröffnet am Donnerstagabend die 66. Berlinale, neben Clooney sind Stars wie Tilda Swinton, Channing Tatum oder Josh Brolin in dem Streifen zu sehen. Und wie immer, wenn sich Clooney ankündigt, war die Hysterie groß: die Pressekonferenz hoffnungslos überfüllt, die Fotografen laut und aggressiv.

Das alles ist der 54-Jährige gewohnt. Lässig in einer schwarzen Lederjacke gekleidet hatte er zu Beginn der Pressekonferenz am laufenden Band gescherzt. "Nur noch eine Frage!", rief er, kaum dass er sich hingesetzt hatte und nahm besonders seine Freundschaft zu den Regisseuren Joel und Ethan Coen auf die Schippe. "Jungs, warum schreibt ihr mir immer diese Iditotenrollen?" Auf eine sehr lange und komplizierte Frage einer auffällig gekleideten Journalistin antwortete er einfach: "Flirten Sie gerade mit mir? Ich bin ein verheirateter Mann - da hilft auch Ihr Hut nichts!"

Von seiner Ehefrau war auf der Pressekonferenz übrigens nichts zu sehen. Ob Amal Clooney, immerhin eine internationale Menschenrechtsanwältin, bei Clooneys Audienz mit Merkel dabei sein wird, ist nicht bekannt. Auf dem roten Premieren-Teppich bei der Eröffnungsgala am Donnerstagabend wird das Paar jedoch erwartet. Dann hoffentlich wieder mit guter Laune.

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