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Die große Meryl-Streep-Show

Der Donnerstag ist auf der Berlinale ein Tag der Star-Superlative: Zuerst stellt Jury-Präsidentin Meryl Streep ihre "Untertanen" vor. Dann kommt George Clooney! Streep ist jedenfalls schon mal die Königin der Herzen.

Von Sophie "Meryl!" Albers Ben Chamo

Willkommen Meryl Streep! (mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick)

Willkommen, Meryl Streep! (mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick und Jury-"Untertan" Lars Eidinger im Hintergrund) 

Zuerst sieht man gar nichts - außer Fotografenhintern. Hinter der "Meryl-Wand" hört man sie lachen, und dann endlich taucht sie auf aus dem Meer der Kameras: Meryl Streep: Jurypräsidentin der 66. Berlinale. Das erste Mal Filmfest-Jurymitglied überhaupt. Und sie strahlt, wie nur Meryl Streep strahlt. Da können Clive Owen und Lars Eidinger, die zu ihrer Linken und Rechten sitzen, einpacken.

Ganz entspannt, wenn nach eigener Aussage auch total gejetlagt, gibt sie in der Jury-Pressekonferenz ihrer Freude Ausdruck, die kommenden Tage nichts anderes zu tun, als Filme zu sehen und darüber zu diskutieren. "Über das reden, woran uns allen so viel liegt." Wie sie die Jury "führen" soll, wisse sie allerdings noch nicht, sagt Streep, aber sie habe ja "Erfahrung beim Leiten einer Familie". Immer wieder dieses warme Meryl-Streep-Lachen. Und Lars Eidinger habe sie übrigens schon unter der Knute. "Es ist nett, der Boss zu sein." Grinsen.

"Hirn wie Schweizer Käse"

Einziger Moment der Irritation ist, als aus dem Publikum die Feststellung kommt, dass in der Berlinale-Jury nur Weiße sitzen. Doch der Versuch, die #OscarsSoWhite-Diskussion nach Berlin zu holen, scheitert zuerst an Eidingers lauter Überlegung, dass es auf Berlins Straßen nicht so viele Schwarze gebe, und dann wird eilig zur nächsten Frage übergegangen. Allerdings hat Streep die ganze Zeit zustimmend genickt und "Inklusion" zum obersten Gebot erklärt.

Als Streep nach ihren Lieblingsfilmen aus China gefragt wird, sagt die dreifache Oscar-Gewinnerin, dass ihr Hirn "wie ein Schweizer Käse" sei. Sie könne sich nicht mal die Filme ihrer Freunde merken, und das sei immer peinlich, wenn sie sie zufällig treffe. 

Mehr Frauen als Männer in der Berlinale-Jury - "Ha!"

Natürlich durften auch die anderen Jurymitglieder etwas sagen - übrigens vier Frauen und drei Männer ("Ha!", sagt Meryl Streep) - aber alle wollen nur "Meryl!".

So wie die Fans, die in einem großen Pulk auf der Straße bei den Limousinen warten und den Namen der Hollywoodgöttin skandieren. Und erstaunlicherweise - das kommt nämlich wirklich selten vor - nimmt Streep sich die Zeit und gibt Autogramme. Die Fans und Autogrammjäger können ihr Glück kaum fassen.

Meryl Streep

Meryl Streep geht jetzt Filme gucken

Und als wäre das nicht genug, steht sie kurze Zeit später plötzlich in der Hotel-Toilette nahe dem Saal der Pressekonferenz vor dem Spiegel. Einfach so. Mal sehen, womit George Clooney uns überraschen wird. 

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