Die Filmstudios Babelsberg bei Berlin feiern ihren 100. Geburtstag. Marlene Dietrich wurde hier zum "Blauen Engel", und die Knef hat den Augenaufschlag geübt. Ein neues Buch berichtet von Frauen, die Film machen - vor und hinter der Kamera.
"Sie sind das schöne Gesicht der Filmkunst, sind Traumfrauen und Glamourgirls, Werbeträger und noch viel mehr: Asta Nielsen und Zarah Leander brachten Internationalität ins Filmgeschäft, Marlene Dietrich und Lilian Harvey machten den deutschen Film weltberühmt." Berlinale-Chef Dieter Kosslick hat das Vorwort zu dem wunderbaren Buch "Die Frauen von Babelsberg - Lebensbilder aus 100 Jahren Filmgeschichte" geschrieben, das zeigt, dass in Berlins Filmstadt auch hinter der Kamera Frauen in der ersten Reihe mitgemischt haben. Der dänische Superstar Asta Nielsen kam 1913 nach Berlin, um 17 Filme zu drehen. Am Ende wurden es 40 - unter anderem "Rausch" mit Ernst Lubitsch (1919) und "Die freudlose Gasse" mit Georg Wilhelm Pabst (1924). Die Filmindustrie unter den Nazis umwarb Nielsen, doch die machte bei einem Treffen mit Hitler ihren Standpunkt klar, fragte nach dem Judenhass und machte sich über den Hitlergruß lustig. 1937 verließ sie Deutschland.