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Leonardo DiCaprio ist endlich erwachsen

"Shutter Island" heißt der neue Film mit Leonardo DiCaprio. Und Meister-Regisseur Martin Scorsese macht damit das ganz große, alte Hollywoodfass auf. Für DiCaprio ist es vor allem auch ein Sieg über die eigene Karriere.

Von Sophie Albers

Ausgerechnet heute, am 77. Geburtstag von Kim Novak, der mysteriösen Blondine aus Alfred Hitchcocks Über-Psychothriller "Vertigo", präsentiert Martin Scorsese seine Version der filmgewordenen Angst auf der Berlinale. "Shutter Island" heißt die hirnverdrehende Geschichte eines Kommissars, der Anfang der 50er Jahre in einem auf einer Insel gelegenen Gefängnis für psychisch Kranke ermittelt. Wenn nach 138 Minuten der Abspann läuft, ist man genauso verschwitzt wie Robert de Niro im Ring von "Wie ein wilder Stier".

Kein Wort über den Inhalt. Wenn Sie diesen Film am eigenen Leib und Hirn erfahren wollen, dann versuchen Sie, so wenig wie möglich darüber zu lesen. "Shutter Island" ist ein Trip, fast eine Odyssee durch die Geschichte des Kinos und des Menschseins. Scorsese denkt in einem eher kleinen Krimi über die ganz großen Fragen nach. Und das mit so großartigen Bildern des alten Hollywood, dass man immer wieder an Standardwerke wie "Vertigo" (1958) und vor allem auch "Spellbound - Ich kämpfe um dich" (1946) mit seinen surrealen Traumsequenzen denken muss, denen er mit eleganten Hinweisen seine Ehre erweist. Was ist eine Gesellschaft? Welcher Kitt hält sie zusammen? Welche Regeln halten uns am Leben und welche töten? "Shutter Island" ist ein brillanter Nachfolger für Scorseses Mobsterdrama "Departed - Unter Feinden" (2006).

Leonardo DiCaprios Kinderstube

Nach "Gangs of New York", "The Aviator" und "The Departed" ist "Shutter Island" der vierte Film, in dem Scorsese den ehemaligen Teenagerschwarm Leonardo DiCaprio zum Äußersten treibt. Und der selbst hat das Gefühl, dank des Regisseurs endlich erwachsen geworden zu sein. Er habe ihm beigebracht, was es überhaupt heiße, ein Schauspieler zu sein, sagte DiCaprio auf der Pressekonferenz.

In grauem Blazer und hellblauem Hemd, das mit den Augen um die Wette strahlte, saß der Filmstar vor dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal und verströmte ein Hollywoodgefühl, das eigentlich schon als ausgestorben galt. Kein twitterendes Punkbaby wie Ashton Kutcher oder Promipolitik mit Brangelina, sondern nichts weiter - aber auch nicht weniger - als das eingeschliffene Werkzeug eines großen Filmemachers. Das, was George Clooney damit meint, wenn er sagt, dass die Kunst des Schauspiels zum größten Teil im Casting liege. Scorsese hat in DiCaprio seinen perfekten Helden gefunden, den er immer wieder durch sein persönliches Inferno treibt. "Scorsese stellt seine Schauspieler zu jeder Zeit an den perfekten Platz", sagt Ben Kingsley, der in "Shutter Island" den Anstaltsleiter spielt.

Hitchcocks Albtraum

DiCaprio darf endlich Mann sein, und er sieht endlich auch so aus. Mit schmalem Blick betrachtet er die Menschen im Saal, die sich fragen, was wohl hinter der breiten Stirn vor sich geht. Dass sein Publikum sich diese Frage immer wieder ergebnislos stellt, gehört zum Erfolgsgeheimnis des ehemaligen "Titanic"-Stars. "Sein Leben bahnt sich seinen Weg in seinen Beruf", freut sich der regieführende Erziehungsberechtige Scorsese. DiCaprio lächelt wie ein Buddha, sitzt mit verschränkten Armen da und starrt eine Wasserkanne an. "Aviator" sei der "Dreh- und Angelpunkt in seiner Karriere gewesen", sagt er später. Auch wenn die Rolle des Polizisten in "Shutter Island" ihm mehr abverlangt habe.

"Bereite den Zuschauern Vergnügen", hat Hitchcock mal seinen Anspruch formuliert. "Das gleiche Vergnügen, das sie verspüren, wenn sie aus einem Albtraum erwachen." Gemäß dieser Regel hat Scorsese mit "Shutter Island" einen perfekten Film gedreht.

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