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Terrence Malicks Ode an Los Angeles

Mit "The Tree of Life" spaltete Terrence Malick die Meinung der Kritiker. Für seinen neuen Film "Knights and Cups" schickte der schüchterne Regisseur seine Hauptdarsteller nach Berlin.

Ohne Regisseur in Berlin: Christian Bale und Natalie Portman präsentieren den Film "Knight and Cups" während der Berlinale

Ohne Regisseur in Berlin: Christian Bale und Natalie Portman präsentieren den Film "Knight and Cups" während der Berlinale

Terrence Malick, 71, ist auch bei der Berlinale seinem Ruf eines Regie-Phantoms treu geblieben. Vor der Premiere seines Films "Knight of Cups" schickte er am Sonntag seine Darsteller Christian Bale und Natalie Portman zur Pressekonferenz - zeigte sich selber aber nicht. Ähnlich geheimnisvoll muss der Dreh gewesen sein, wie Bale ("The Fighter", "Batman") erzählte. "Terry hat mir nicht gesagt, um was es in dem Film geht."

Er habe auch nie gewusst, was er an dem jeweiligen Tag machen müsse. Mittlerweile weiß er aber etwas mehr: "Der Film handelt von jemandem, der seine Träume und Sehnsüchte erreicht hat, aber trotzdem eine große Leere spürt." Außerdem sei er nun begeistert von den Bildern aus Los Angeles. "Es ist eine Ode an LA", sagte der 41-jährige Oscar-Preisträger ("The Fighter").

"Knight of Cups" ist wie etwa schon Malicks "The Tree of Life" ein assoziativer Bilderrausch. Der Protagonist (Bale) treibt dabei durch sein Leben in Kalifornien und hat wechselnde Partnerinnen (darunter Portman (33, "Black Swan") und Cate Blanchett. Der Film konkurriert bei der Berlinale im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Für "The Tree of Life" gewann Malick 2011 die Goldene Palme beim Filmfest in Cannes - zeigte sich dort aber ebenfalls nicht.

ono/DPA/DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo