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Einziger deutscher Film "Gold" geht ins Rennen

Ein Auswanderer-Epos in Kanada und Nina Hoss zu Pferde: Spannend wird es auf der Berlinale, wenn der einzige deutsche Film im Wettbewerb läuft.

  Die Schauspielerin Nina Hoss in einer Szene des Films "Gold"

Die Schauspielerin Nina Hoss in einer Szene des Films "Gold"

Bei der 63. Berlinale stellt #link; http://www.stern.de/kultur/film/thomas-arslan-91182737t.html;Thomas Arslan# heute den einzigen deutschen Film im Rennen um die Bären vor. In "Gold" mit Nina Hoss geht es um Auswanderer, die im Kanada des 19. Jahrhunderts ihr Glück suchen. Hoss war auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin schon mehrfach zu Gast, so im Vorjahr in dem DDR-Drama "Barbara".

Der Schwede Fredrik Bond hat es mit seinem Debüt "The Necessary Death Of Charly Countryman" in den Wettbewerb geschafft. Shia LaBeouf spielt darin einen unbedarften Amerikaner, der nach dem Tod seiner Mutter nach Bukarest reist. In weiteren Rollen sind Evan Rachel Wood, Mads Mikkelsen, Til Schweiger sowie der aus "Harry Potter" bekannte Brite Rupert Grint zu sehen.

Ebenfalls im Bären-Wettbewerb startet der russische Film "Dolgaya schastlivaya zhizn" ("Ein langes und glückliches Leben") von Boris Khlebnikow. Als Special läuft der Oscar-Anwärter "Les Misérables" mit Hugh Jackman, Anne Hathaway und Amanda Seyfried.

Isabella Rossellini mit Berlinale-Kamera geehrt

Am Freitagabend feierte der neue Film des Österreichers Ulrich Seidl, "Paradies: Hoffnung", seine Weltpremiere. Es ist der Abschluss einer Trilogie. Ein Mädchen, das zum Abnehmen in ein Camp geschickt wird, verliebt sich dort in einen wesentlich älteren Arzt. Besonders beeindruckend ist die Hauptdarstellerin Melanie Lenz, die während der Dreharbeiten 13 Jahre alt war.

Hollywoodstar Matt Damon bedankte sich nach der Vorstellung des Umwelt-Dramas "Promised Land" kurz und schlicht beim Publikum im Berlinale-Palast. Das Werk erzählt vom Kampf einer amerikanischen Kleinstadt gegen einen Gaskonzern. Der Film kam beim Publikum trotz einiger Längen gut an.

Die italienische Schauspielerin Isabella Rossellini wird am Samstagabend im Delphi-Kino mit einer Berlinale-Kamera geehrt. Damit würdigt das Festival Persönlichkeiten, mit denen es sich besonders verbunden fühlt. Nicht zum Berlinale-Programm gehört die Gala Cinema for Peace, die dieses Jahr erstmals im neuen Hotel Waldorf Astoria steigt.

vale/DPA/DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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