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13. Februar 2012, 18:30 Uhr

Whitney Houston darf noch einmal funkeln

Die unerwartet verstorbene Whitney Houston wird noch in einem Film zu sehen sein. Angelina Jolie bekommt einen Ehrenpreis. Und ihr Ex Billy Bob Thornton glänzt als Regisseur. Von Sophie Albers, Berlin

Berlinale, 62. Filmfestspiele, Angelina Jolie, Wulff, Whitney Houston,

Whitney Houston wird auf der Leinwand noch einmal Abschied nehmen© Christophe Simon/AFP

Energiepunkte: schwer am abnehmen, aber bald kommt ja Michael Fassbender

Like des Tages: Billy Bob Thorntons Männerporträt "Jayne Mansfield's Car". Erstaunlich leicht, aber auch skurril und tragisch zeigt der Film, was Krieg mit Familien macht. Große Mimen wie Robert Duvall, Kevin Bacon, John Hurt und eben Thornton, der auch Regie führte, spielen Väter und Söhne in einer US-Kleinstadt in den 60er Jahren, die den Ersten und den Zweiten Weltkrieg überlebt haben und nun ihre Kinder in den Vietnamkrieg ziehen sehen müssen. Es geht um Ehre, Amerika und Europa und die Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen. Ein erstaunlicher Film.

Filmmoment des Tages: Whitney Houston wird posthum in einem Film zu sehen sein, der eigentlich ihr "großes Comeback" sein sollte, wie Produzent Howard Rosenman traurig festgestellt hat. "Sparkle" heißt das Werk und lehnt sich an das gleichnamige Original aus dem Jahr 1976. Erzählt wird die Aufstiegsgeschichte einer jungen Sängerin. Gruseliges Detail: Der Film ist seit mehr als zehn Jahren in Arbeit, und eigentlich sollte die 2001 bei einem Flugzeugabsturz gestorbene Aliyaah die Hauptrolle spielen. Die hat nun Jordin Sparks übernommen. Houston spielt ihre Mutter und ist ist einem angeblich "genialen" Gospel-Duett zu hören. Am Set soll sie alle zum Lachen gebracht haben.

Sichtung des Tages: Jean Reno mit einem monströsen Arztkoffer vor dem Hotel Adlon. Dabei ist er doch hier, um einen Film über Meisterköche vorzustellen: Comme un Chef"

Zitat der Tages: "Der Chinese gewinnt. Auf der Berlinale gewinnen immer die Außenseiter" (übermüdete Journalistin auf einem Hotelsofa hängend)

Unsere tägliche Angelina: Heute Abend wird Angelina Jolie noch einmal ein richtig großer Auftritt bereitet. Auf der Cinema-for-Peace Gala bekommt sie den Ehrenpreis für ihr Engagement gegen Krieg und Völkermord.

Wiedersehen mit: Dolph Lundgren... in diesem Film!

Berlinale, 62. Filmfestspiele, Angelina Jolie, Wulff, Whitney Houston,

© Bleiberg Entertainment

Gesicht, das man sich merken muss: Anna Maria Mühe wird auf der Berlinale als deutscher "Shooting Star" geehrt. Jedes Jahr zeichnet die European Film Promotion die vielversprechendsten Gesichter auf Euopas Leinwänden aus. Auf der Bühne standen bereits an Rachel Weisz, Hannah Herzsprung, Daniel Brühl und Daniel Craig. Nicht die schlechteste Visitenkarte! Mühe, die Tochter der verstorbenen Schauspieler Ulrich Mühe und Jenny Gröllmann war bereits in rund 50 Film- und Fernsehrollen zu sehen. Aktuell spielt sie in dem Drama "Die Unsichtbare"

Ein Film, der ganz sicher kommt: Regisseur Kevin Macdonald "Last King of Scotland"), der auf der Berlinale mit seiner Musiker-Dokumentation "Marley" (über die Reggae-Legende Bob Marley) begeisterte Aufnahme fand, meinte zum "Hollywood Reporter", dass es eine Menge Filme über das Leben von Whitney Houston zu machen gäbe. Und das würden wohl vor allem "sehr traurige Filme" werden. Allerdings nicht unter seiner Regie räumte er gleich ein: "Ich weiß zu wenig über sie, um etwas darüber sagen zu können“.

Von Sophie Albers, Berlin
 
 
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