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Chodorkowski und die RAF

Einbruch, gestohlene Computer, Sicherheitsleute bei der Premiere, unentspannte Gäste. Cyril Tuschis Film über den Ex-Oligarchen und Putin-Intimfeind Chodorkowski ist ein Thriller für sich. Und ein verdammt guter Film. Und nach den Nazis kommt übrigens die RAF.

Von Sophie Albers, Berlin

  Das Phantom des Kapitalismus im sibirischen Gefängnis: Ex-Oligarch Chodorkovsky

Das Phantom des Kapitalismus im sibirischen Gefängnis: Ex-Oligarch Chodorkovsky

Was machst du gerade? Mich drei Tage vor Festivalende fragen, welcher Film mir bisher am besten gefallen hat... "Life in a Day", der nicht im Wettbewerb läuft. Prognose für den Gewinner des Goldenen Bären ist das iranische Scheidungsdrama "Nader and Simin - A Separation". Die Situation im Land von Achmadinedschad aktueller auf den Punkt gebracht geht nicht

Energiepunkte:

Jämmerliche 80

Film der letzten Nacht:

"Khodorkovsky" - Ist der Ex-Oligarch und Putin-Intimfeind nun ein Held, ein Dieb oder ein Geschäftsmann? "Gucken Sie den Film", sagt Regisseur Cyril Tuschi. In 111 Minuten zeichnet diese von Michael Moores Technik beeinflusste, doch trotzdem ganz eigene Dokumentation ein ziemlich feines Porträt von Michail Chodorkowski, der seit sieben Jahren in Sibirien im Gefängnis sitzt. Vier Jahre lang hat Tuschi recherchiert und Familie, ehemalige Kollegen im Exil und politische Beobachter befragt. Auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder taucht auf, dem der dämliche Satz: "Das ist eine Sache unter Männern" zugeschrieben wird. Chodorkowski selbst ist in einem Briefwechsel mit dem Regisseur sogar noch zu Scherzen aufgelegt: Es liege möglicherweise daran, dass er Putin einmal ohne Krawatte gegenübergetreten sei, dass er nach Sibirien verbannt wurde. Vielleicht ging es aber wohl doch um die Übernahme des Milliardenunternehmens Jukos. Tuschis Film geht allen Spuren nach, ohne zu werten und ohne dabei den seltsamen Humor zu verlieren, der auch Chodorkowski eigen zu sein scheint. Ein Drittel der Menschen, die sich für ihn einsetzen, seien Menschenrechtsaktivisten, ein Drittel Neoliberale und ein Drittel denke einfach, dass Chodorkowski gut aussieht, heißt es einmal. Die Motivation diesen Film zu machen? "Warum handelt ein streng logisch denkener Mensch unlogisch?", fragt Tuschi. Warum ist Chodorkowski 2003 von einer Geschäftsreise nach Russland zurückgekehrt, obwohl er wusste, dass in da die Verhaftung erwartet? Unbedingt gucken!

Was die Welt nicht braucht:

Dass der Kaffee alle ist

Sichtung der letzten Nacht:

Glückliche Menschen: St. Pauli hat gegen den HSV gewonnen. Da hat sogar die Berlinale kurz Pause

Zitat der Tages:

"Ich habe eben den langweiligsten Film meines Lebens gesehen. Ich habe den Namen schon vergessen" (US-Journalist mit verzweifelter Stimme im Berlinale Palast)

News des Tages:

Auch wenn der Wettbewerb der Berlinale für gelangweilte bis lange Gesichter sorgt, der wirtschaftlichen Seite des Filmfests geht's gut. "Die Berlinale ist wie ein lokales Festival mit einem internationalen Markt", sagt Vincent Maraval vom Verleih Wild Bunch. Und der europäische Filmmarkt sei in diesem Jahr "sehr stark" gewesen. Der dickste Deal war das "Gambit"-Remake mit Colin Firth und Cameron Diaz

Und mal gar nicht so nebenbei:

Nach den Nazis kommt die RAF: Allerdings hat "Wer wenn nicht wir" rein gar nichts mit dem Popcorn-Terror von Uli Edels "Baader Meinhof Komplex" zu tun. Der begnadete Beobachter und Regisseur Andres Veiel hat einen tiefen Blick in die deutsche Nachkriegs-Seele getan und Antworten gefunden auf die Frage nach dem Ursprung des deutschen Terrorismus, wie sie Haneke in "Das weiße Band" auf die Frage nach dem Ursprung des Faschismus fand. Zentrum der Erzählung ist die Beziehung zwischen Bernward Vesper (August Diehl) und Gudrun Ensslin (Lena Lauzemis), die ein Paar waren, bevor sich Ensslin mit Andreas Baader (Alexander Fehling) für die Gewalt entschied. Es geht um Kindheit und die Auseinandersetzung mit den Eltern, die das Dritte Reich möglich gemacht und getragen haben. Und wie bei einem Puzzle finden in "Wer wenn nicht wir" die Teile zueinander, die ein differenziertes, verständliches Bild ergeben, von dem, was damals in Köpfen und Herzen passiert ist

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