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Amanda Seyfried als Porno-Legende auf der Berlinale

Der Pornofilm "Deep Throat" mit Linda Lovelace wurde in den 70er Jahren zum Kassenschlager und ging in die Geschichte ein. Amanda Seyfried ist in die Rolle der Pornodarstellerin geschlüpft.

  Amanda Seyfried habe sich für die Rolle mit einschlägigen Filmen und Büchern vorbereitet und auch mit den Kindern von Linda Boreman gesprochen

Amanda Seyfried habe sich für die Rolle mit einschlägigen Filmen und Büchern vorbereitet und auch mit den Kindern von Linda Boreman gesprochen

Amanda Seyfried, 27, sieht ihre Rolle in dem Film "Lovelace" über den Leidensweg der Pornodarstellerin Linda Lovelace als Wendepunkt in ihrer Karriere. "Ich wollte dieser Frau eine Stimme geben", sagte die amerikanische Schauspielerin bei der Vorstellung des Films am Samstag auf den 63. Berliner Filmfestspielen. Sexuelle Ausbeutung und häusliche Gewalt seien nach wie vor "schrecklich weit verbreitet", sagte Seyfried, die auf der Berlinale auch den Musicalfilm und Oscar-Anwärter "Les Misérables" präsentiert.

"Lovelace" läuft in der Berlinale-Reihe Panorama. Er zeichnet das Leben der Hauptdarstellerin des Films "Deep Throat" nach, der in 70er Jahren ein Kassenschlager war und als erfolgreichster Pornofilm aller Zeiten gilt. Linda Boreman, so ihr bürgerlicher Name, bezichtigte später in einem Enthüllungsbuch ihren damaligen Mann, Chuck Traynor, sie mit Waffengewalt zur Pornografie genötigt zu haben.

Nach Ausstieg bekämpfte Boreman die Pornografie

Sie habe sich für die Rolle mit einschlägigen Filmen und Büchern vorbereitet und auch mit den Kindern von Linda Boreman gesprochen, sagte Seyfried. Peter Sarsgaard, der Boremans Ehemann spielt, sagte dagegen, er habe sich zunächst gegen die Rolle gesträubt. "Ich spürte eine Menge Widerstand in mir und hätte Linda so gerne gut behandelt", sagte er. Hollywoodstar Sharon Stone ("Basic Instinct") spielt in dem Film Lindas Mutter.

Jeffrey Friedman, der zusammen mit Rob Epstein Regie führte, sagte, einige Menschen seien bei der sexuellen Revolution der 60er Jahre auf der Strecke geblieben. Linda Boreman sei in die Pornoindustrie geraten, als sie auf der Suche nach ihrer eigenen Sexualität gewesen sei. Danach habe sie dafür kämpfen müssen, auch ihre eigene Identität zu finden. Nachdem ihrem Ausstieg aus der Branche bekämpfte Boreman die Pornografie. Sie starb im Jahr 2002 mit 53 Jahren an den Folgen eines Autounfalls.

vale/DPA/DPA

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