Am Donnerstag stellte Produzentin Regina Ziegler in Hamburg ihren neuen Fernsehfilm über Leben und Karriere des Zeitungsmachers Axel Springer vor.

Charismatischer Patriot
»Der Verleger« erzählt die Geschichte eines Mannes, der nach dem Krieg mit einer Schreibmaschine, einem klapprigen Auto und einem Stapel von Romanen seine Karriere in Hamburg beginnt. Mit seiner charismatischen Persönlichkeit überzeugt er die Alliierten, ihm eine Zeitungslizenz zu geben. Bald folgt eine Rundfunkzeitschrift, die schnell eine Millionen-Auflage erreicht und quasi über Nacht entsteht ein großes Massenblatt - die »Bild«. Große Rückschläge des »Verlegers« Axel, sind eine Moskau-Reise, auf der er bei Staatschef Chruschtschow nicht auf Gehör stößt und gedemütigt wieder nach Deutschland zurückkehrt und schließlich der Selbstmord seines Sohns Sven Simon, wonach er sich in ein Kloster zurückzieht.
»Er war ein Patriot, er wollte Unrecht wieder gut machen, und er hatte mehr als zwei Freundinnen - so wie ich.«, so äußerte sich Heiner Lauterbach, über die Figur Axel Springer. Die Übernahme der Hauptrolle »Der Verleger« im gleichnamigen Fernsehfilm fiel dem wandlungsfähigsten und beliebtesten deutschen Schauspieler demnach nicht schwer.
Ausgestrahlt wird der ARD-Zweiteiler, der die Karriere des Zeitungsmachers Axel Springer nachzeichnet und welchem die Biografie »Der Fall Axel Springer« von Michael Jürgs als Vorlage diente, am 9. und 10. Oktober diesen Jahres.
»Vor 48 Stunden haben wir das erste Band aus dem Kopierwerk geholt«, berichtete Produzentin Regina Ziegler am Donnerstag bei der Vorführung der zwei 90-minütigen Filme in Hamburg. Sie hatte den TV-Film im Auftrag des Norddeutschen und Westdeutschen Rundfunks gedreht.