20. August 2011, 12:01 Uhr

Noch ein Replikant

Es gibt Filme, die stehen für sich. Doch Hollywood sieht das anders. Neuestes Opfer im Remake-Wahnsinn ist Ridley Scotts Kultfilm "Blade Runner". Und der Regisseur legt sogar selbst Hand an.

Blade Runner, Fortsetzung, Ridley Scott, Harrison Ford

Harrison Ford in dem Sci-Fi-Klassiker "Blade Runner" aus dem Jahr 1982©

Es gibt Filme, die stehen für sich, Monolithe der Kinogeschichte sozusagen. "Blade Runner" hat 1982 Science-Fiction neu buchstabiert. Der Sog der düsteren Welt, in der Agent Rick Deckard Replikanten jagt, wirkt bis heute. Vielleicht deshalb will Hollywood die Neuauflage wagen.

Im März waren erste Gerüchte aufgekommen, dass die Produktionsfirma Alcon Entertainment ("PS. I love you", "The Blind Side") die Rechte am "Blade Runner" erworben habe. Nun meldet die "Los Angeles Times" Vollzug: Auch Regisseur Ridley Scott, der uns das Original mit Harrison Ford, Rutger Hauer und Daryl Hannah geschenkt hat, habe angebissen. Ob es ein Pre-, Se- oder sonstwas -quel wird, sei noch ungewiss. Es gebe kein Drehbuch, und ob Harrison Ford etwas mit dem Projekt zu tun haben wird, stehe auch in den Sternen. Die Tatsache, dass Scott mit an Bord sei, stehe jedoch für Glaubwürdigkeit und Kontinuität, so der Bericht.

Allerdings fragt man sich doch, ob die 2010er Jahre keine eigenen Geschichten über die Zukunft zu bieten haben.

Das Original basiert auf Philip K. Dicks Roman "Do Androids Dream of Electric Sheep?". Replikanten sind von den Menschen nicht zu unterscheidende Roboter. Der Film war 1982 kein Kinokassenerfolg, erreichte aber trotzdem Kultstatus. Die Replikanten-Idee fand originelle Weiterentwicklung in Filmen wie "Ghost in the Shell".

sal
 
 
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