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11. Februar 2008, 11:13 Uhr

Britischer Filmpreis für Stasi-Drama

Das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" hat zu seinen zahlreichen internationalen Filmpreisen eine weitere bedeutende Auszeichnung hinzugewonnen. In der Nacht zum Montag wurde der Oscar-gekrönte Film in London mit dem Preis der Britischen Filmakademie für den besten nichtenglischsprachigen Film des Jahres 2007 geehrt.

Quirin Berg, Florian Henckel von Donnersmarck und Max Wiedemann bei der Preisverleihung in London© Richard Lewis/EPA

Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck würdigte bei der BAFTA-Show vor dem Publikum mit etlichen Hollywood-Größen den "enormen Beitrag", den Hauptdarsteller Ulrich Mühe am Erfolg des Films gehabt habe.

Den Hauptpreis für den besten Film des Jahres überhaupt gewann die Verfilmung des Beziehungsdramas "Abbitte". Allerdings wurde die ebenfalls nominierte Hauptdarstellerin Keira Knightley von der BAFTA-Jury übergangen. Den Preis für die beste Schauspielerin vergab sie - für viele überraschend - an die Französin Marion Cotillard für deren Darstellung der Chansonsängerin Edith Piaf in "La Vie En Rose".

Ulrich Mühe posthum als bester Hauptdarsteller nominiert

Zum besten männlichen Hauptdarsteller kürte die Akademie hingegen erwartungsgemäß Daniel Day-Lewis. Der britische Star gilt mit seiner herausragenden Darstellung eines Goldschürfers, der es zum Ölmagnaten bringt, in dem Drama "There Will Be Blood" auch als Favorit bei den Oscars. In der Kategorie bester Hauptdarsteller war posthum auch Ulrich Mühe für seine Darstellung eines Stasi-Offiziers nominiert. Mühe war im vergangenen Sommer gestorben - wenige Monate nachdem "Das Leben der Anderen" bei der Oscar-Vergabe 2007 die Trophäe für den besten ausländischen Film gewonnen hatte.

Der BAFTA-Preis für den besten Nebendarsteller ging an den spanischen Star Javier Bardem für seine Verkörperung eines eiskalten Killers in "No Country for Old Men". Die Engländerin Tilda Swinton bekam den Preis für die beste Nebendarstellerin als skrupellose Anwältin in "Michael Clayton".

Für "Abbitte" war der Abend insgesamt enttäuschend. Obwohl das gefühlsbetonte Drama mit 14 Nominierungen der große Favorit war, bekam es nur noch einen weiteren BAFTA-Preis - den für die beste Ausstattung. Insgesamt vier und damit die meisten Preise der britischen Filmakademie gingen für "La Vie En Rose" nach Frankreich. Neben der Ehrung für die bislang noch wenig bekannte Hauptdarstellerin wurde der Film auch mit den Preisen für die besten Musik, die beste Garderobe und die beste Maske ausgezeichnet.

Gedenken an Heath Ledger und Ulrich Mühe

Zu den ernsten Momenten der Gala-Nacht im Londoner Covent Garden gehörte das Gedenken an zwei viel zu früh gestorbene Schauspieler - Heath Ledger und Ulrich Mühe. Daniel Day-Lewis würdigte den Australier Ledger ("Brokeback Mountain"), der kürzlich mit 28 Jahren starb, als eines der herausragenden jüngeren Talente der Filmkunst. Von Donnersmarck erinnerte daran, wie Mühe, der mit 54 Jahren einem Krebsleiden erlag, an den Erfolg von "Das Leben der Anderen" geglaubt habe: "Ohne ihn würde dieser Film nicht existieren und hätte keinen BAFTA gewinnen können."

DPA

 
 
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