. .
Film, Kino, DVD
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. Dezember 2003, 11:10 Uhr

Auf zum letzten Gefecht!

Rettet der Kleine mit den haarigen Füßen die Welt? Zeit für den letzten Teil des Fantasy-Epos Der Herr der Ringe - das Abenteuer geht zu Ende, die Erfolgsstory fängt gerade erst an.

Liv Tyler in der Rolle der Elbenprinzessin Arwen© Warner Bros.

Ein Würmchen krümmt sich im allerersten Bild des Films, nackt, blass und wehrlos. Auf die Idee, eines der größten Epen der Kinogeschichte ausgerechnet mit der geringsten aller Kreaturen einsetzen zu lassen, kann nur einer verfallen, der sich als Schöpfer einer ganzen Welt begreift, als Herrscher über Himmel und Erde. Mittelerde, in diesem Fall.

Wenn der dritte und letzte Teil der "Herr der Ringe"-Trilogie am 17. Dezember weltweit anläuft - allein in Deutschland mit etwa 1000 Kopien -, dann soll auch der letzte Zuschauer einsehen, dass er es nicht mit einem Film unter Filmen zu tun hat, sondern mit einer gewaltigen Schöpfungsgeschichte - sein Eintrittsgeld ist die Opfergabe, durch die er einer beinahe religiösen Erfahrung teilhaftig wird.

Nur ein Ketzer würde darum erwähnen, dass der rauschebärtige, schmerbäuchige Gottvater dieser Parallelwelt, unter dem irdischen Namen Peter Jackson bekannt, nicht sieben Tage, sondern sieben Jahre für seinen Schaffensakt gebraucht hat, dazu Tausende von Erfüllungsgehilfen und die Unterstützung der neuesten Computertechnologie. Und der 42-Jährige musste auch nicht mit einem wüsten und leeren Planeten anfangen, weil es schon einen 1300 Seiten langen Bauplan gab, vor fast einem halben Jahrhundert verfasst von einem schrulligen englischen Pfeifenraucher namens J.R.R. Tolkien, der von einer weltumspannenden Gefolgschaft ebenfalls seit langem als Allmächtiger verehrt wird. Zu dessen Rechten wird Jackson mit der Vollendung seiner Filmversion nun auffahren - jedenfalls für die Jünger. Was den "Herrn der Ringe" angeht, so spaltet sich, wie bei jeder Glaubensfrage, die Menschheit nun einmal in Fromme und Heiden.

"Die Rückkehr des Königs" übertrifft, das verlangt zwangsläufig die Dramaturgie einer solchen großen Erzählung, das Vorangegangene an schierem Spektakel. In fantastischer Prachtentfaltung zelebriert der Film das nie zuvor Gesehene, er soll die Zuschauer mitreißen in eine fremde, abenteuerliche, ebenso furchterregende wie wundersame Realität. Da tummelt sich eine gigantische Spinne in einer finsteren Bergspalte, da wälzt sich ein Heer von Untoten, durchsichtig wie Röntgenbilder, über die Feinde hinweg, und ein Trupp von Riesenelefanten zerstampft alles, was sich ihm in den Weg stellt.

Für normalsterbliche Verhältnisse, das werden auch Ketzer zugestehen, legt Jackson ein gewaltiges Talent zum Weltenbauen an den Tag. Wenn, ja, wenn da nicht die Geschichte wäre, für die diese ganze Parallelerde erst geschaffen wurde - jene pathetische, aus allen erdenklichen Mythen zusammengefügte und mit großtuerischem Ewigkeitsanspruch überladene Saga von Freundschaft, Tapferkeit, Bestimmung, Macht und Versuchung. An die muss man einfach glauben, um sie zu ertragen.

Begonnen hatte alles, so will es "Der Herr der Ringe", mit dem Schmieden eines Rings, in dem sich die ganze Kraft des Bösen bündelt. Der ging seinem dämonischen Herrn verloren und gammelte einige Jahrtausende vor sich hin, bis er in Teil eins, "Die Gefährten", in den Besitz eines Hobbits namens Frodo (Elijah Wood) geriet. Ausgerechnet dieser Harmlosling muss sich nun aufmachen, um das heimtückische Schmuckstück zu entsorgen - und das kann nur geschehen, wo es einst geschmiedet wurde: im feurigen Schlund der Festung seines eigentlichen Herrn.

Frodo und seine acht Gefährten verschiedener Gattungen machen sich auf, nach allerhand männerbündlerischem Tamtam, darunter der Königssohn Aragorn (Viggo Mortensen), der Elbenprinz Legolas (Orlando Bloom) und der Zwerg Gimli (John Rhys-Davies). Im zweiten Teil, "Die zwei Türme", wird diese Abenteuerreisegruppe in alle Winkel Mittelerdes versprengt, und während Frodo, treu unterstützt von einem Hobbit namens Sam (Sean Astin), vor allem in Sumpf und Gebirge gegen die düstere Verlockung des Rings zu kämpfen hat, schlagen die anderen so manche Schlacht im Dienste des Guten.

  zurück
1 2 3
 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft