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Beim deutschen Filmpreis deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den erfolgreichsten Film an. Favorit ist das DDR-Drama "Barbara", das für Preise in acht Kategorien nominiert wurde. Auf sieben Nominierungen kommen zwei weitere Filme.
Die Tragikomödie um einen am Tourette-Syndrom erkrankten jungen Mann, "Vincent will Meer", hat den Deutschen Filmpreis gewonnen.
Die Goldene Lola geht an ein Roadmovie der besonderen Art: Ralf Huettners Tragikomödie "Vincent will Meer" hat den Deutschen Filmpreis für den besten Film gewonnen. Die weiteren Preise vergab die Filmakademie nach dem Gießkannenprinzip.
Das Psycho-Drama "Das weiße Band" von Michael Haneke ist seiner Favoritenrolle gerechnet geworden und hat zehn deutsche Filmpreise eingeheimst. Bei der Gala in der Berlin wurde der für den Oscar nominierte Streifen auch als bester Film gekürt. Burghart Klaußner und Sibel Kekilli erhielten die Lolas für die besten Darsteller.
"John Rabe" ist in Berlin zum besten deutschen Film gekürt worden. Die Lola ging auch an Ulrich Tukur für seine Hauptrolle in Florian Gallenbergers Kriegsdrama, das noch zwei weitere Preise abräumte. Bejubelt wurde auch Vicco von Bülow alias Loriot. Der 85-Jährige bekam einen Ehrenpreis - und bedankte sich in gewohnt humorvoller Weise.
Heute werden die besten deutschen Kinofilme ausgezeichnet. Kritiker preisen das hohe Niveau - doch beim Publikum fallen Filme wie "John Rabe" glatt durch. Warum das anspruchsvolle Kino beim Zuschauer scheitert - und der lieber Til Schweiger sieht.
Und schon wieder verneigt sich das Publikum vor Vicco von Bülow: Am 24. April wird dem Grandseigneur des feinen Humors in Berlin der Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie verliehen. Eine Auszeichung, die Loriot gewohnt lakonisch kommentiert: Er sei nicht mehr der Jüngste, "da wird die Zeit zur Überreichung von Preisen knapp".
Wenn am 24. April der Deutsche Filmpreis verliehen wird, hat Uli Edels RAF-Film doch noch eine Chance auf eine Trophäe. Auch der Sex im Alter in "Wolke 9" wurde nominiert. Favorit ist jedoch eine ganz andere Geschichte.
Der 53. Deutsche Filmpreis hat bereits einen großen Favoriten: Die Ostalgie-Komödie "Good bye, Lenin!" von Wolfgang Becker ist sechs Mal nominiert.
Dem deutschen Film steht nach Einschätzung von Kulturstaatsministerin Christina Weiss eine große Zukunft bevor. Man könne derzeit gute Filme machen, die auch beim Publikum Erfolg hätten.
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