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16. März 2007, 09:18 Uhr

"Parfum" und "Fälscher" sind Favoriten

Im Mai wird der Deutsche Filmpreis verliehen, sechs Filme konkurrieren um die begehrte Trophäe - darunter der Blockbuster "Das Parfum". Gleich doppelte Chancen auf eine Darsteller-"Lola" hat Nachwuchstalent Hannah Herzsprung.

Tom Tykwer hat gute Chancen, bald die Lola in den Händen zu halten© Axel Schmidt/DDP

Tom Tykwers Romanverfilmung "Das Parfum" und der Gefängnisfilm "Vier Minuten" von Chris Kraus sind mit jeweils acht Nominierungen die großen Favoriten für den Deutschen Filmpreis 2007. Sieben Mal nominiert wurde Stefan Ruzowitzkys Berlinale-Beitrag "Die Fälscher" über Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen.

Zu den insgesamt sechs in der Kategorie "Bester Spielfilm" nominierten Filmen gehören außerdem "Wer früher stirbt ist länger tot" von Marcus H. Rosenmüller, "Emmas Glück" von Sven Taddicken und "Winterreise" von Hans Steinbichler. Das gaben die Schauspielerin Senta Berger als Präsidentin der Deutschen Filmakademie und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin" bekannt.

Newcomerin mit Doppelchance

Die Hauptdarstellerinnen des Films "Vier Minuten", Monica Bleibtreu und Hannah Herzsprung, sind beide in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle nominiert. Nachwuchstalent Herzsprung hat für ihre Rolle in "Das wahre Leben" außerdem Chancen auf einen Preis als beste Nebendarstellerin.

Als Hauptdarsteller sind zudem nominiert Jördis Triebel für "Emmas Glück", Josef Bierbichler für "Winterreise", Karl Markovics für "Die Fälscher" und Jürgen Vogel für "Der freie Wille". Als beste Nebendarstellerinnen gehen neben Herzsprung auch Barbara Auer ("Der Liebeswunsch") und Sabine Timoteo ("Ein Freund von mir") an den Start. Für die beste männliche Nebenrolle wurden nominiert Sylvester Groth ("Mein Führer"), Hinnerk Schönemann ("Emmas Glück") und Devid Striesow ("Die Fälscher").

Acht Nominierungen fürs "Parfum"

In der Kategorie Regie konkurrieren Tom Tykwer ("Das Parfum"), Chris Kraus ("Vier Minuten"), Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt ist länger tot") und Matthias Glasner ("Der freie Wille"). Rosenmüller und Kraus sind neben Ruzowitzky ("Die Fälscher") auch für das beste Drehbuch nominiert. Tykwers "Parfum", die Kinoversion des Romans von Patrick Süskind, erhielt Nominierungen auch für beste Kamera, Schnitt, Szenenbild, Kostümbild, Tongestaltung und Filmmusik.

In der Kategorie "Kinder- und Jugendfilm" treten Detlev Bucks "Hände weg von Mississippi" und Gregor Schnitzlers "Die Wolke" an. Als beste Dokumentarfilme sind "Workingman’s Death" von Michael Glawogger und "Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez" von Heidi Specogna nominiert.

Entscheidung am 4. Mai

Die Lola-Trophäen des Deutschen Filmpreises werden am 4. Mai bei einer Gala im Berliner Palais am Funkturm übergeben. Die Nominierten und später auch die Gewinner werden von den mehr als 800 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie geheim gewählt. Der mit insgesamt 2,9 Millionen Euro höchstdotierte deutsche Kulturpreis wird in diesem Jahr in 15 Kategorien verliehen.

Bereits die Nominierungen sind mit Preisgeldern verbunden. In der Spielfilm-Kategorie gibt es für jeden Nominierten 250.000 Euro, beim Dokumentarfilm 100.000 Euro und beim Kinder- und Jugendfilm 125.000 Euro, die für ein neues Projekt verwendet werden müssen.

DPA
 
 
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