In Quentin Tarantinos neuem Film "Inglorious Bastards" spielt neben Daniel Brühl und Christoph Waltz ein weiterer deutscher Star: Diane Kruger. Im Interview spricht sie über ihre neue Rolle und Rezepte gegen ihr Heimweh nach Deutschland.

Dreht ab Mitte Oktober in Berlin: Diane Kruger© Getty Images
Gestern noch bis spät in die Nacht ein Fotoshooting in Paris, heute früh dann Abflug zum Filmfestival in Toronto - trotz allem Stress ist Diane Kruger, 32, gut gelaunt beim Interview mit der Zeitschrift "Gala". Schließlich hat sie sich gerade eine Klasse-Rolle geangelt. In Quentin Tarantinos neuem Werk "Inglorious Bastards" spielt sie eine Filmdiva. Drehstart ist Mitte Oktober in Berlin.
In diesem Film auf jeden Fall. Ich konnte es am Anfang gar nicht fassen, dass ich die Rolle bekommen habe, weil es etwas ganz anderes ist als das, was ich bisher gemacht habe. Ich spiele Bridget von Hammersmark, einen deutschen Ufa-Star. Gerade die Frauenparts sind bei Tarantino oft komplex. Sie haben meistens einen besonderen Dreh, einen gewissen Humor. Das ist etwas Besonderes, und ich habe mit der Bridget eine vielseitige und etwas laute Rolle übernommen, in der ich endlich mal einfach so drauflos spielen kann. Das finde ich gut.
Oh, das wusste ich gar nicht. Keine Ahnung. Bis jetzt hat er sie sich jedenfalls noch nicht angesehen.
Beim Casting haben wir uns sofort sehr gut verstanden. Das hat richtig Spaß gemacht, was sonst bei solchen Terminen eher nicht der Fall ist. Auf diese Weise war es eher eine Probe als ein einfaches Vorsprechen. Bei mir ist es ebenfalls so: Wenn ich von einem Thema oder einer Rolle total fasziniert bin, dann kann ich darüber stundenlang reden. Unser Film hat aber mit dem Original "Ein Haufen verwegener Hunde" von 1978 nichts zu tun, wie Quentin mir erzählt hat.
Ich freue mich total darauf, ihn wiederzusehen. Bei "Troja" hatten wir ja leider keine gemeinsamen Szenen, doch bei "Bastards" gibt es, so weit ich weiß, viele Auftritte zusammen mit ihm. Seit 2004 hat sich wirklich eine Menge verändert - bei ihm und bei mir ja ebenfalls. Wir haben uns beide in unserer Karriere und unserem Leben sehr weiterentwickelt. "Troja" war mein erster internationaler Film, und ich war damals noch verheiratet. Ich bin gespannt auf die Arbeit mit Brad.
Ganz ehrlich: Ich habe Respekt vor den beiden als Schauspieler, aber der Rest spielt für mich keine Rolle. Wenn wir uns am Set treffen, wird das ganz normal sein.
Ich denke schon, obwohl er gerade in New York arbeitet. Aber er kennt Berlin, ich habe ja vor Kurzem schon mal dort gedreht und er hat mich besucht. Ihm gefällt die Stadt.
Bis jetzt hat das gut funktioniert. Wir sind alle zwei Wochen zusammen, das ist einfach so gesetzt bei uns. Wenn man jemanden treffen will, schafft man das auch. Und es bringt etwas Flair, etwas Aufregung in die Beziehung, wenn man sich nur alle zwei Wochen sieht - und dann an so besonderen Orten wie Venedig, Berlin, Paris oder New York. Das bereichert eine Beziehung.
Wenn Sprache in meinen Träumen vorkommt, dann meistens die englische. Das kommt daher, dass Josh und ich nur Englisch miteinander reden.
Wiener Schnitzel mit Gurkensalat. Sobald ich Deutschland vermisse, bereite ich das Rezept meiner Mutter zu. Ich liebe es. Und Josh auch. In den USA ist es allerdings schwer, die Panade hinzubekommen, weil es nicht die richtigen Semmelbrösel gibt.
Am Ende der Dreharbeiten von "Das Vermächtnis der Tempelritter " hat Regisseur Jon Turteltaub uns Darstellern kleine, selbstgemachte Wackelfiguren von unseren Filmfiguren geschenkt. Ich war am Anfang etwas beleidigt, weil meine Abigail Chase eine etwas große Nase hat. Aber jetzt finde ich sie ganz nett. Sie steht bei mir in der Wohnung gleich neben meinem Bambi.
Gefunden in... ...der Zeitschrift "Gala". Titelgeschichte in Heft 39: Demi Moores wilde Tochter - warum Rumer Willis Hollywoods heißestes It-Girl ist