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Ist es schon wieder so weit?

Weihnachtszeit, "Tatsächlich... Liebe"-Zeit, und immer noch versuchen alle, den modernen Klassiker zu kopieren - und schaffen es nicht. Auch nicht "Alles ist Liebe". Zum Glück gibt es "The Drop".

Von Sophie Albers Ben Chamo und Nicky Wong

"Alles ist Liebe"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Wotan Wilke Möhring ("Das Experiment"), Christian Ulmen ("Herr Lehmann"), Heike Makatsch ("Tatsächlich...Liebe") und Nora Tschirner ("Keinohrhasen")

Die Geschichte in einem Satz:

Weihnachten ist das Fest der Liebe, doch für manche bedeutet das purer Stress, denn die einen stehen vor dem Ruin, die anderen gehen fremd und einige zweifeln an der ganzen Sache mit den großen Gefühlen.

Geschwister im Kinoversum:

the one and only "Tatsächlich... Liebe"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie neben dem Original "Tatsächlich... Liebe" auch "Valentinstag" und "Happy New Year" und all die anderen Kopierversuche des Episodenmeisterwerk aus der Feder von Richard Curtis nicht kennen. Sonst hat nicht nur Heike Makatsch ein Déjà-Vu. Oder Sie verstehen es als fröhliches Versatzstückraten.

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"The Drop - Bargeld"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller James Gandolfini ("Die Sopranos"), Tom Hardy ("The Dark Knight Rises") und Noomi Rapace ("Verblendung")

Die Geschichte in einem Satz:

Die Bar von Bob und Marv in Brooklyn wird eines Tages überfallen und ausgeraubt, und die beiden müssen unbedingt die Beute zurückholen, denn ein Großteil davon gehört Gangsterbossen, die ihr Geld bei den beiden "zwischenlagern".

Geschwister im Kinoversum:

"The Town"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil es die letzte Chance ist, James "Tony Soprano" Gandolfini zu sehen und das auch noch in Kombination mit Tom Hardy und Noomi Rapace.

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"Dritte Person"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Liam Neeson ("Schindlers Liste"), Mila Kunis ("Ted"), James Franco ("127 Hours"), Kim Basinger ("Batman") und Adrien Brody ("Der Pianist")

Die Geschichte in einem Satz:

Drei Schicksale, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, doch natürlich treffen sich die Geschichten von Michaels Geliebter in Paris, Seans Romreise und Julias Streit ums Sorgerecht in einem ganz bestimmten Augenblick.

Geschwister im Kinoversum:

"L.A. Crash"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie den besonderen Stil von Autor und Regisseur Paul Haggis mögen. Allerdings fehlt es "Dritte Person" an Stringenz, und darunter leidet irgendwann das Mitgefühl für die Charaktere.

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"Magic In The Moonlight"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Woody Allen ("Midnight in Paris") und die Darsteller Colin Firth ("The King's Speech") und Emma Stone ("Easy A")

Die Geschichte in einem Satz:

Illusionist Stanley soll an der Côte d'Azur eine Hellseherin als Schwindlerin entlarven, doch je mehr er sich mit der jungen Frau beschäftigt, desto weniger ist ihm klar, was wahr und was falsch ist.

Geschwister im Kinoversum:

"Midnight in Paris"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil diese leichtfüßige, Mega-Woody-Allensche Nostalgie-Romanze ein Charme-Bolzen erster Güte ist und außerdem ein passables Mittel gegen die einsetzende Wintertristesse.

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"Paddington"

Wen oder was Sie kennen könnten: Die Stimme von Elyas M'Barek ("Who Am I")

Die Geschichte in einem Satz:

Um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, schickt die kleine Lucy aus Peru ihren Bären Paddington nach London, doch schon bald scheint das Stadtleben den jungen Petz zu überfordern.

Geschwister im Kinoversum:

"Shrek"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil diese erste Kino-Umsetzung der vielgeliebten Kinderbücher erstaunlicherweise funktioniert - für Kinder und Aufsichtspersonal.

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"The Unforgiven"

Wen Sie kennen könnten: den Darsteller Ken Watanabe ("Letters From Iwo Jima")

Die Geschichte in einem Satz:

Als auf zwei Verbrecher ein Kopfgeld ausgesetzt wird, machen sich Jubei und zwei Freunde auf, die Männer zu töten, doch der Sheriff der Stadt duldet keine Gewalt.

Geschwister im Kinoversum:

Das Original "Erbarmungslos" von Clint Eastwood

Warum Sie den Film sehen sollten:

Normalerweise kopiert Hollywood alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Diese Samurai-Version von Clint Eastwoods Western dreht den Spieß um und liefert ein unvergessliches Spektakel!

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo